Reisejournal von Eberhart Brettschneider, 28.01.1427

Author: Nils /

Wir alle lernten uns in Middenheim kennen, wo wir durch verschiedene Kontakte mit dem Botschafter des Zwergenreiches zusammen geführt wurden. Unsere erste Mission fand in den Eingeweiden des Faustschlages statt, wo wir unsere Vertrauenswürdigkeit und Loyalität gegenüber dem Imperium und seinen Verbündeten unter Beweis stellen mussten.

Zunächst sah es dann so aus, als sollten wir mit einem Luftschiff eine Erkundungsreise in Richtung der dunklen Länder beginnen, allerdings wurde dieser Auftrag in letzter Minute zurück gezogen.

Stattdessen wurde uns eine versiegelte Truhe anvertraut, die unter allen Umständen Nuln erreichen muss.

Um einen Vorwand für diese Reise zu finden, schlossen wir uns der Reisegruppe der Gräfin Del Mar an. Die Gräfin ist eine exzentrische ausländische Adlige, die mit einem Geisterbeschwörer und einem Hexenjäger unterwegs ist und auch ansonsten recht merkwürdige Zeitvertreibe pflegt.

Obwohl schon die erste Séance uns allen einen ordentlichen Schreck in die Glieder schießen ließ, würde eine solch schillernde Persönlichkeit es umso leichter machen, die Aufmerksamkeit von uns selbst abzulenken. Außerdem würde Sie die Finanzierung der Reise übernehmen, was eine weitere Sorge aus dem Weg schaffte.

Wir brachen im frühen Herbst gen Süden auf, was uns auch vor den harschen Wintern des Nordens in Sicherheit bringen würde. Schon früh mussten wir erkennen, dass unsere Tarnung zu wünschen übrig ließ. Eine Gruppe von Attentätern lauerte uns in einem Gebirgspass auf, unterstützt durch Heckenschützen und Magie. Wir konnten die Angreifer zurückschlagen, und mussten erkennen, das es sich hier nicht um einfache Räuber handelte. Blutrote Edelsteine waren Ihnen in die Haut eingesetzt, und Ihre Waffen und Rüstungen ließen auf großzügige Geldgeber aus dem Süden schießen.

Entgegen unseren Protesten ließ es sich der Spiritualist der Gräfin nicht nehmen, eine der Leichen zur „späteren Befragung“ mit zuführen! Dies fand dann zu allem Unglück in einem kleinen zwergischen Handelsposten inmitten einer ehemaligen Minensiedlung statt. Die Ergebnisse waren – unerfreulich, und nur das prompte Eingreifen des Hexenjägers Harkon vom Berg konnte schlimmeres Verhindern.

Als hätten wir nicht genug eigene Probleme, gerieten wir auch noch in einen Rechtsstreit zwischen den Steuerbehörden Middenheims und dem zwergischen Pächter um die Nutzung der Mine, auf der das Gasthaus errichtet war. Glücklicherweise konnte ich diesen Streit vernünftig lösen – man kann nie wissen, was einem der gute Wille der Behörden und das lange Gedächtnis eines Zwergen noch Nutzen können.


Auf Nach Schwertwald

Hier erreicht Joachim dann auch die schicksalhafte Nachricht seines Vaters, der offensichtlich im Sterben lag. Zu unserer Überraschung ist Joachim offensichtlich der Sohn eines Ritters, dem ein kleines Stück Land im Osten des Drakwaldes unterstellt ist.

Da unsere bisherige Reiseroute offensichtlich schon bekannt war, sprach nichts gegen eine Änderung.. Vor allem die Möglichkeit, in Bälde von den Straßen auf den Fluss um zusatteln, überzeugte auch die Fürstin von unseren geänderten Plänen.

So kamen wir denn in finsterer Nacht an die Burg Schwertwald, wo sich denn die düsteren Ereignisse zu trugen, die Messer Pitt schon beschrieb (ein zwielichtiger Bursche, der offensichtlich zu viel weiß).

Reisejournal von Eberhart Brettschneider, 26.01.1427

Author: Nils /

Seid gegrüßt, Mitreisende.

Aufgrund der großen Gefahren, denen wir uns auf dieser Reise aussetzen, habe ich begonnen, ein Reisejournal zu erstellen. Ich stelle dies zusammen aus meinen eigenen Erfahrungen sowie dem, was meine Mitstreiter mir erzählen.

Ich werde versuchen, dieses Journal regelmäßig in vertrauenswürdigen Banken und Handelskontoren zu hinterlegen, so das diese Aufzeichnungen sicher vor dem Zugriff unserer Feinde sind.

Bald werde ich meine ersten Erfahrungen hier niederschreiben, aber ich freue mich auf jedwede Beteiligung an diesen Aufzeichnungen, denn auch mein Gedächtnis hat Grenzen und ich möchte möglichst viele Details unserer abenteuerlichen Reise festhalten.

In Bälde,

Euer Eberhart

Fluch über Schwertwald

Author: Sventasie /

Nach langem Leiden erlag der Herr von Schwertwald seiner mysteriösen Krankheit. Allerdings wissen die Burgbewohner von allerlei seltsammen Begebenheiten zu Berichten, die sich in der Todesnacht zutrugen. Allesamt, wie sollte es anders sein, nach Einbruch der Dunkelheit.
So kehrte nach Jahren der Abwesenheit ausgerechnet in dieser Nacht der einzige Sohn des Burgherren, mit einer Handvoll abenteuerlich aussehender Gestalten zurück. Scheinbar nur, um längst vergangene Ereignisse aus der Familiengeschichte auszugraben. Mehr als einmal sahen die Burgbewohner den jungen von Schwertwald und seine Begleiter in dieser Nacht die Burg verlassen und nur Sigmar mag wissen was einen Sohn vom Sterbebett des Vaters in die finsteren Wälder treibt. Spät in der Nacht wollen einige Bewohner dann den sterbenden Herrn von Schwald gesehen haben, wie er sich in die Kapelle schleppte - das hier am kommenden Morgen der Burgprediger und Priester ausgeweidet vorgefunden wurde sorgt verständlicherweise für tiefes Entsetzen, ebenso wie der Mord an der Hofärztin. In der Nacht drangen zudem Kampfgeräusche aus dem Thronsal, wer dort mit wem kämpfte blieb den Bewohnern von Burg Schwertwald jedoch ebenso verborgen wie die genauen Umstände des Todes ihres Herrn.
Als dann noch Gerüchte aufkammen, dass der jung von Schwertwald mit den Veränderten in den umgebenen Wäldern im Bunde sei, hatte die hiesige Inquisition des Loknar kaum eine andere Wahl als sich den Gerüchten zu widmen und eine Delegation nach Schwertwald auszusenden, um die näheren Umstände zu beleuchten.