Eberhards Reisetagebuch, 1.10.2011

Author: Nils /

Nachdem wir uns vor der Riesenkrabbe in den Eingang geschleppt hatten, mussten wir zunächst eine Rast einlegen. Einige von uns waren schlicht zu erschöpft, um uns weiteren Herausforderungen zu stellen. Tatsächlich schien niemand unser Eindringen bemerkt zu haben. Heidrun und Mel bestätigten auch, das es hier keinerlei Spuren gäbe, die auf eine Benutzung der letzten Jahre hinwies.


Am Ende des Ganges fanden wir tatsächlich eine Tür, die offensichtlich von der anderen Seite verborgen war – eine Geheimtür! Und um dies nicht mysteriös genug zu machen, landeten wir dahinter in einer Grabkammer . Unheimlich. Loknar um Verzeihung bittend erforschten wir diesen düsteren Ort. Keine Raben oder andere Loknargefälligen Zeichen fanden sich in diese m Grabmal – stattdessen eine weitere Darstellung eines Krieger-Philosophen, das Buch geschmückt mit dem merkwürdigen siebenzackigen Stern, der uns schon in den Gängen unter Port Grim begegnet war.

Ein Hinweis auf eine alte Kultur, schon vergessen, als das Imperium hier auf Maracasar Fuß fasste? Abgesehen von dem Stern fanden wir Hinweise auf Handwerk – Zirkel, Zimmermannshämmer, Meißel, in die Gräber eingelassen. Doch unsere Aufmerksamkeit gefiel den unruhigen Seelen nicht – ein Schatten eines der Verstorbenen erhob sich aus dem Grab und fasste mit eiskalter Hand nach mir! Zum Glück können die verzauberten Klingen von Akbash und Heidrun die Seele zurücktreiben.

Doch wir scheinen in einer Sackgasse geraten zu sein. Die Gruft hat von Innen keine Möglichkeit, sie zu öffnen. Wir überlegen, ob wir den hier verstorbenen Baumeistern einen Handel vorschlagen können – Ihre Freiheit für das Wissen über die Gruft. Tatsächlich ergibt sich schnell eine weitere Gelegenheit, als zwei weitere Schatten sich aus den Gräbern erheben, aber jeder Versuch der Kontakt Aufnahme schlägt fehl. In unserer Verzweiflung fällt uns nichts ein, als den verdammten Schwarzsäbel Dan um Hilfe zu bitten. Wer außer einem Geist sollte wissen, wie man mit Geistern redet?

Zu unserer Überraschung hört Dan tatsächlich auf den ersten Ruf Mels, der weiterhin seine Hand bei sich trägt. Doch statt mit den Baumeistern zu sprechen, streckt er sie nieder! Dann nimmt sich der Verfluchte heraus, einen Gefallen zu fordern dafür, das er uns die Tür öffnet. Überhaupt legt er eine ganz und gar unpassende (aber nicht überraschende) Unverschämtheit an den Tag, behauptet, ER hätte Joachim vom Dämon erlöst. Bei Sigmar, ich werde lachend über dem Malstrom stehen, wenn seine schwarze Seele in die Hölle einfährt.

Wie von Geisterhand – na ja, nicht wie , sondern tatsächlich von Geisterhand ööffnet sich also die Tür der Krypta. Dahinter finden wir ein weiteres Phänomen. Eine ganze WAND aus Goldmünzen! Unfassbar – diese Kultur muss ungeheure Reichtümer angehäuft haben. Neben der Wand finden sich etwas münzgroße Schlitze, und die Münzen an der Wand sind mit seltsamen Zauberrunen bedeckt. Einer Intuition folgend werfen wir in die Schlitze Goldmünzen – und die gesamte Wand verschwindet. Zauberei. Und welch perfide, nicht nur meine Münzen, sondern der ganze Schatz verschwindet. Bei Phex gefüllten Taschen, das müssen wahrlich perfide Herrscher gewesen sein, die sich einen solchen Mechanismus einfallen lassen.

Der Raum dahinter wird beherrscht von einem gewaltigen, geradezu „Magie“ brüllenden Portal. Über und über bedeckt mit Runen und merkwürdigen Schriftzeichen, über allem prangt wieder der sieben zackige Stern. Sollte dies das Portal sein, hinter dem Malfleshnekor lauert? Der Gedanke drängt sich auf.

Zur linken des Portals befindet sich ein Thronraum. Ein weiterer Geist, dieser nicht aggressiv, sondern anscheinend gefangen in Erinnerungen, verweilt auf dem Thron. Es scheint die Gestalt zu sein, die sich überall hier in Form von Statuen und Fresken findet, ein einstiger Herrscher über den Distelkopf. Mag eins sogar der ganze Distelkopf sein Antlitz getragen haben? Welch Hybris, solche Darstellung sollten den Göttern vorbehalten sein. Wen wundert, das dieses Reich verfallen ist. Unsterblichkeit für uns Menschen liegt in unseren Werken, dem was wir schaffen, nicht irgendwelchen Statuen. Niemand von uns versteht die Sprache des Königs, und nach unserer letzten Begegnung habe ich wenig Lust, Schwarzsäbel um Hilfe zu bitten. Dann schon eher den Spiritisten, sollten wir je hierher zurück kehren.

Gegenüber, zur rechten des Portals, finden wir eine Art Mischung aus Labor und Folterkammer. Auf einem Untersuchungstisch ruht ein groteskes Skelett, mit 2 Schädeln und vier Armen. Es scheint sich um einen Mutanten zu handeln, aber die diversen Werkzeuge aus Alchemistenmetall (oder zumindest einer ähnlichen Legierung) lassen uns schaudern. Trotzdem nehme ich einige davon mit, schon alleine das Metall sollte große Teile unserer Unkosten decken. Dabei finden wir eine Art Stempel, die eingeprägt den siebenzackigen Stern trägt. Mel weist daraufhin das sich im großen Portal ein Mechanismus in ebendieser Form und Größe befindet. Sollten wir tatsächlich den Schlüssel zu Malfleshnekors Gefängnis in Händen halten? Mir schaudert bei dem Gedanken, was hinter der Tür lauert, doch kann ich eine gewisse Neugier nicht abstreiten.

Doch jetzt ist nicht die Zeit dafür – wir müssen Nualia aufhalten und die Allianz der Goblins zerschmettern, bevor sie Port Grim diesmal endgültig vernichten.

Und tatsächlich, nur wenige Meter entfernt, hinter einer weiteren verborgenen Tür, treffen wir endlich auf Gänge, die öfter benutzt werden. Und hier treffen wir auf die Frau, von der wir bis jetzt nur gelesen haben, und deren Abbild wir nur in der Phantasie Ihres geliebten gesehen haben.

Ich will es mal so sagen – seine Hoffnungen auf einen verführerischen Sukkubus haben sich nicht erfüllt. Tatsächlich ist Nualias Körper verzerrt, die Mutter der Monster hat sie mit einer gewaltigen Klaue, Dutzenden von Narben, einer Schuppenhaut und völligem Wahnsinn gesegnet.

Trotz allem zögere ich, sie sofort anzugreifen. Meine Gefährten treten Ihr mit gezogener Waffe entgegen, doch ich will die Hoffnung nicht aufgeben, will ich diesem Opfer dunkler Mächte eine Chance auf Umkehr bieten. Aber meine Worte treffen nur auf Hohn und Spott – tatsächlich kostet mein Zögern Akbash beinahe das Leben. Denn er hat sich tapfer dem Monster entgegengestellt, zu dem Nualia geworden ist, während Heidrun, Mel und Ramirez eines Ihrer abscheulichen Kinder niederstrecken.

Kurz sieht es auch so aus, als könnte der Fechtkünstler die Hexe besiegen – ein Stoß nach dem anderen trifft die Monstrosität, während Ihre plumpem Hiebe am Fechter vorbei segeln. Aber dann packt Akbash der Übermut – er springt elegant auf einen der Tische um eine bessere Position zu bekommen. Als er Ihrem nächsten Schlag ausweichen will, tritt er in irgendein widerliches Organ, rutscht weg und wird vom Tisch gefegt. Als Ramirez , der treue Sklave auf Port Grim, Ihm zur Hilfe kommt, hat sie dem liegenden Kämpfer gerade Ihr widerliches Sägeschwert tief in den Leib getrieben.

Jetzt ist es beschlossene Sache, nur der Tod kann Nualia noch erlösen. Heidrun, Mel und Ramirez drängen von allen Seiten auf sie ein, während Ich versuche, in eine gute Schussposition zu kommen. Auch Ramirez fällt unter eines Serie brutaler Hiebe., der letzte zerschmettert Ihm nahezu den Schädel. Schließlich kann ich dem Monster eine Kugel verpassen, aber sie ist erfüllt von einer unnatürlichen Vitalität. Doch auch diese Hat eine Ende – irgendwann ist auch sie erschöpft, lässt Ihre Deckung fallen. Was danach kam, mag nicht heldenhaft sein, aber als Heidrun, Mel und ich mit Ihr fertig waren, waren wir uns sicher, das sie nie wieder aufstehen würde.

Als Beweis stellten wir nicht nur Ihren Kopf, sondern auch alles mögliche an Schriftstücken sicher, die Ihre traurige Geschichte erzählte. Der Abstieg in den Wahnsinn der schönen, aber einsamen Priestertochter mag als Warnung dienen, das die Versuchung der finsteren Götter überall lauert.

Zwar hatten wir jetzt den Kopf der Verschwörung gekappt, aber trotz allem war der Distelkopf noch voller tödlicher Gegner, denen wir uns auf keinen Fall stellen konnten. Ich weiß nicht mehr, wie wir es schafften, durch die dunklen Gänge unter Wasser, durch das Meer und den goblinverseuchten Distelwald, zurück nach Port Grim schafften. Aber schließlich konnten wir uns dort die Hilfe unseres treuen Kapitäns ap Trion versichern. Mittels Ihrer Larosgegeben Zauberei konnten wir unsere schwer verwundeten Kameraden retten.

Sogar Mels irrwitzige Idee, den Riesenkrebs mit einem Fass Schießpulver zu erlegen, gelang! Der gewaltige güldene Helm wird unser schwer gebeutelten Expeditionskasse den nötigen Aufschwung geben.

Die Siegesfeier fand in Port Grim fand in kleinerem Rahmen statt. Zwar war die Tat insgesamt wichtiger als unsere damalige Verteidigung vor den Goblins, aber wie so oft weit weniger offensichtlich. Aber die wichtigen Persönlichkeiten von Port Grim, der Klerus und der Adel, sind sich durchaus unserer Relevanz bewusst. Das zeigte sich nicht umsonst in der überraschenden Aufmerksamkeit, die uns der Bürgermeister der Stadt zukommen lies, ein gewisser T.C. Wrack.

Scheint mir ein ziemlicher Opportunist zu sein, der Gute. Aber ich sage immer, bei einem, der sein Fähnchen nach dem Wind hängt, muss man nur stärker pusten als die anderen!

Das ganze ist jetzt über eine Woche her, und unser Aufbruch steht jetzt unmittelbar bevor. Ich sehe dem ganzen mit einem Kloß im Magen entgegen, aber ich bin mir sicher, tapfere Leute an meiner Seite zu haben. Immer noch nagt an mir, das ich mir nicht über alle Motive unserer Expedition sicher bin. Der Hexenjäger vom Berg scheint eine extreme Verbundenheit zu Marienburg zu haben. Unsere Gräfin ist eine Nachfahrin eines grausamen Piraten und ist auf der Suche nach irgendeinem Artefakt, um den Ruf Ihrer Familie wiederherzustellen. Vom Nekromanten will ich gar nicht reden. Auch Mel lässt immer wieder merkwürdige Anspielungen auf seine schattenhaften Auftraggeber fallen.

Bin ich denn der einzige, den ehrliche, phexgefällige Gier treibt?

Zwischenspiel

Eberharts Kindheit

Aufgewachsen in Kemperbad, Sohn von Fredebald und Ingeborg Brettschneider, geborene Wedekind. Die Brettschneiders sind eine alteingesessene Kemperbader Familie, Besitzer eines wasserbetriebenen Sägewerkes. Eberhard ist das einzige überlebendes Kind einer Pockenepidemie, die seine 4 Geschwister dahinraffte, seine Mutter unfruchtbar werden ließ und Ihn furchtbar entstellte . Daraufhin wurde er extrem verhätschelt und von jeder Gefahr ferngehalten. Tatsächlich lag ihm auch die Lehre als Kaufmann, aber die extreme Vorsicht seiner Eltern nährte in Ihm der Drang, Gefahr und Risiko außerhalb von Beruf und Familie zu suchen. Deshalb verschlang er auch alle Geschichten über die Sackheimbande und begab sich bei jeder Gelegenheit auf Ihre Spuren. So traf er schnell auf die neu gleich gestellten Gossenzwerge Kemperbads, die Ihn nicht wegen seines Aussehens verspotteten oder auch nur schief ansahen.
Diese Kontakte machten natürlich seine Eltern nicht furchtbar glücklich, und so beschlossen sie , Eberhart nach Middenheim zu schicken, um Ihn vor dem schlechten Einfluss des Dreckbart-Clans zu schützen.

Eberharts Reisetagebuch, 24.7. 1428

Author: Nils /

Puh, Angrosch sei Dank ist dieses Papier noch trocken. Während wir uns in dieser feuchten Höhle ausruhen, kann ich ein paar Notizen machen.

Heilung im Haus der Churun

Nachdem wir Joachims Leichnam im Tempel abgegeben und dem Questor unser Leid geklagt hatten, schlug er tatsächlich vor, einen von Laros Dienern zu bitten, ihn von den Toten auferstehen zu lassen! Sigmars Bart, sowas hatte ich nur in Sagen und Legenden gehört, wie beim Heiligen Herbert oder Djingis dem Engelskrieger. Da aber nun die ganze Priesterschaft mit der Vorbereitung dieser Anrufung oder der Versorgung der Verletzten des Goblinangriffs beschäftigt waren, schickte uns der Questor ins Haus der Churun.

Auch wenn wir keinen besonders guten Start mit Ihr hatten, vergab uns Anna [Ah`na-thiel Teldarion] , die elfische Heilerin. In diesem Haus der Heilung und der Ruhe konnten wir uns erholen und sammeln, und auch zum ersten Mal all die wahnwitzigen Ereignisse und Gefahren für Port Grim weiter geben. Anna zeigte sich sichtlich überrascht über den Vorschlag des Questors, Joachim im Namen des Laros von den Toten zurück zu holen. Sie hielt uns eine kurze Predigt über Laros normalerweise recht gnadenlose Natur.

„Laros schickt keine Segen, nur Prüfungen. Durch diese Prüfungen werdet Ihr stark oder vergeht!“

Das klang tatsächlich wenig vielversprechend.

Auch über Nuala konnte Anna uns aufklären. Offensichtlich war dieses Mädchen mit nahezu übernatürlicher Schönheit gesegnet. Allerdings sah sie diese Schönheit schon früh als Fluch, denn niemand interessierte Sich für sie als Person, sondern all nur für Ihr Äußeres. Von allen nur als Schmuckstück des Larostempels bezeichnet, nie allein gelassen von Verehrern, von anderen Frauen gemieden und verspottet, führte die arme Nuala ein einsames Leben. Diese Einsamkeit wurde nur einmal durchbrochen, als ein durchreisender Tunichtgut Ihr die Jungfräulichkeit nahm. Nur, um unmittelbar danach die Flucht zu ergreifen. Anscheinend war dieser einen Liebesnacht auch noch ein Kind entsprungen, doch Nuala konnte mit dieser neuen Schande nicht umgehen und gab Ihrem Vater und der Kirche des Laros die Schuld an Ihrem Schicksal. Hatte der Gott sie nicht mit diesem Aussehen verflucht?

So liegt der Verdacht tatsächlich nahe, das Nuala selbst das Feuer legte, das den Tempel vernichtete und Ihren Vater das Leben kostete. Bis jetzt waren jedoch alle davon ausgegangen, dass sie selbst dabei den Tod gefunden hatte. Stattdessen scheint Sie sich der Mutter der Monster zugewandt zu haben, um das Geschenk der Schönheit durch den Fluch der Monstrosität zu ersetzen. Welch Leid muss dieses Kind erlitten haben, um solch einen furchtbaren Weg zu wählen?

Zu guter Letzt vertraute uns Anna noch Ramirez an, einen Ihrer Sklaven. Die Sklaverei an sich ist etwas, das mir nie in den Kopf gegangen war. Vielleicht, weil ich mit dem Glauben an Sigmar aufgewachsen bin, dessen Kirche Freiheit und Gemeinschaft über alles stellt. Natürlich gibt es auch im Imperium Zwänge und Verpflichtungen gegenüber dem Adel, den Ständen der Kirche, usw. Aber niemand würde auf die Idee kommen, einen anderen Menschen als „Ware“ oder „Besitz“ zu bezeichnen.

Ramirez selbst schien aber nicht daran interessiert, diesen Zustand zu diskutieren. Er ist ein Hüne von einem Mann, und seine Haut ist nahezu ebenholzschwarz. Und er scheint IMMER zu rennen, eine sehr anstrengende Angewohnheit…

Urteil In Gegenwart eines Gottes

Vom gnomischen Kartografen des Ortes bekamen wir eine Karte, die uns sowohl Laros Lagune, in der die Anrufung stattfinden sollte, als auch den vermutlichen Ort des Distelkopffelsen eingezeichnet war.

Am Distelkopf vermuteten wir Luana und Hazir. Nachdem Sie dort auch den ersten Schritt Ihrer Segnung zur Mutter dort vollzogen hatte, war dies unsere nahe liegendste Vermutung.

An den Stadttoren kam uns die Idee, dass man die Strecke eventuell auf dem Seewege gemütlicher zurücklegen könnte. Außerdem wollten wir Käpt’n ap Trion mitnehmen. Anna hatte uns erklärt, das Seehexen auch eine Verbindung zu Laros haben, und jeden Vorteil den wir haben, wollten wir nutzen. Also zog Akbash zurück in die Stadt, um den Käpt’n zu wecken und ein kleines Boot klar zu machen während wir uns schon auf den Weg in die Lagune machte, um keine Zeit zu verlieren.

Diese Entscheidung bereute ich sehr schnell. Die Wälder von Port Grim sind ein Alptraum. Zwar sind die Wälder des Imperiums düster und von Monstern bewohnt, aber man kann dort wenigstens laufen! Und es ist nicht alles triefnass! Tatsächlich musste Ramirez auf der „Handelsstraße“ mehr als einmal die Machete schwingen, um den Weg passierbar zu machen. Auf den wenigen Meilen bis zur Lagune schwitzte ich mindestens drei Eimer Wasser aus und fühlte mich nicht wirklich erfrischt. Von meinen Gefährten bekam ich natürlich wieder nur Spott und Hohn. Warum musste ICH eigentlich zu Fuss gehen, nachdem das Boot meine Idee war?

Ach, Kjull verkauf's, wir kamen zu Laros Lagune, ein wahrlich beeindruckendes Amphitheater mit Blick auf die herrlichen Wellen des Südmeeres. Der Questor erwartete uns schon, zusammen mit einer Questorin, die wir noch nicht getroffen hatten, eine Frau namens Yazahara Sturmbringer.








Der Questor erklärte uns, dass das Ganze in Form einer Debatte ablaufen würde. Questorin Sturmruferin würde die Argumente gegen Joachim formulieren, wir sollten die Gründe für seine Rückkehr vorbringen. Dann würde Laros Bote entscheiden, ob er Joachim zurückrufen würde.

Wir taten uns zusammen und ließen die Ereignisse Revue passieren. Theologisch betrachtet war Joachim nicht nur von einem, sondern gleich zwei finsteren Göttern bedrängt worden. Nicht nur das das vergiftete Wasser der Lammazdu seinen Geist verwirrte, Schwarzsäbel Dan ist ein Diener Callistos, da tote Seeleute normalerweise am Grunde des Meeres zu bleiben haben.

Und die Aufgaben, die vor uns lagen, sahen ohne Joachim tatsächlich gar finster aus…

So rief denn der Questor den Avatar Laros hervor, und er trat uns gegenüber in der Gestalt eines Meergrünen Riesen. Auf seine Art war diese Begegnung ebenso verstörend und furchteinflößend wie das Abbild Lammazdus, das wir im Tempel erblickt hatten. Wir standen hier schließlich der Personifizierung von Sturmfluten, Riesenwellen und Tsunamis gegenüber. Aber Laros ist nicht nur die Zerstörung, er ist auch mit Churun die Quelle allen Lebens, denn ohne Wasser und Regen kann nichts wachsen auf der Welt.

Nur dieser Gedanke allein verlieh mir den Mut, das Wort an dieses Wesen zu richten, als sein fragender Blick auf mir zu ruhen kam.

So erklärte ich denn zunächst was alles zusammen kommen musste, um Joachim aus unserer Mitte zu reißen und wie tapfer er sich aller Einflüsse erwehrt hatte, bis er überwältigt wurde.

Dann sprach ich von dem Übel, das Port Grim bedrohte, und das ohne seine Hilfe kaum aufzuhalten sei.

Aber erst, als ich erwähnte, dass wir auf Escobars Spur unterwegs waren, bekam ich eine Reaktion dieses Wesens.. Wie ein Orkanwind schlug mir seine Stimme entgegen:

„Escobar darf niemals mehr auf Laros Meeren fahren! Er ist verbannt!“

Ich zitterte, doch dann traf mich die Erkenntnis.

„Unser Ziel ist das Mahlstromarchipel selbst, um dort die letzten Reste seines Erbes in alle Winde zu zerstreuen, auf das selbst sein Andenken vernichtet ist!“

Das schien dem Riesen zu gefallen.

„Diese Aufgabe ist es würdig, das dafür ein Held noch einmal aus den finsteren Fluten empor steigt! Empfange das Wasser des Lebens, Joachim!“

Er richtete den goldenen Dreizack auf Joachims Körper, und ein Strahl leuchtenden Wassers erfüllte, umhüllte und durchdrang ihn. Als der Strahl abbrach, zuckte sein Körper, und mit einem Krampf begann er, Wasser zu husten. Wir eilten an seine Seite, überglücklich und beseelt von dieser Wundertat. Eine göttliche Ruhe und Zuversicht erfüllte uns. Es gibt größere Mächte als das Böse auf dieser Welt. Es tut gut zu wissen, dass die Götter mit uns sind, wenn wir uns nur tapfer dem Übel entgegenstellen.

Der Moment der Glückseligkeit wurde von Käpt’n ap Trion unterbrochen.

„Wir fahren also wirklich in den Schlund der Hölle. In die Heimat Callistos, um Ihrem liebsten Diener in den Hintern zu treten und seinen Schatz zu stehlen. So ausgesprochen macht das verdammt nüchtern… Ich geh trinken!“

Auf nach Galvadors Landung

Erfüllt vom Vertrauen in die Götter bestiegen wir das kleine Fischerboot, das Akbash organisiert hatte. Der Besitzer hatte keine Lust, mitten ins Goblingebiet zu fahren, aber war bereit, es uns zu leihen. Während unserer Fahr hierher hatte ich einige Male mit unserem Beiboot geübt, unter Aufsicht des Admirals oder des Käpt’ns. Ich freute mich auf meine erste Alleinfahrt…

Was soll ich sagen – Laros ist nicht umsonst der launischste aller Götter, der einzige, dessen Name wohl öfter in Flüchen als in Gebeten zu hören ist. Ich schaffte es noch nicht mal, das Boot aus Laros Lagune heraus zu manövrieren. Starke Schwerwinde und tückische Störungen drückten uns gegen die Felsen, und in der Hektik schaffte ich es dann tatsächlich, das Ruder so unglücklich zu verkeilen, das wir komplett manövrierunfähig wurden. Bevor die Nussschale voll Wasser laufen konnte, schwammen wir wie begossene Pudel zurück an Land. (Ihr müsst im Übrigen nicht denken, dass auch nur EINER meiner Gefährten meine Erklärung von Laros Launen Glauben schenkte. Ungläubiges Pack!)

So blieb uns wieder nur der Landweg, und wieder legte Ramirez eine unfassbare Geschwindigkeit an den Tag. Ich will Euch nicht mit den Details unserer Strapazen langweilen, aber lasst Euch gesagt sein, dass salzwassergetränkte Hosen nicht die beste Laufausrüstung sind.

Zum Glück waren wir aus dem Dschungel heraus und durchquerten jetzt die frieen Marschen, eine sogenannte „Savanne“. Wir konnten die exotische Tierwelt bewundern, von Kühen in braun und gelb, deren Hals alleine länger ist als zwei Männer, über Pferde in einem nie gesehenen schwarz-weißen Streifenmuster, zu den gewaltigen Raubkatzen, deren Pfotenabdrücke größer als zwei ausgestreckte Männerhände sind.

Wir erreichten Galvadors Landung gegen Mittag. Oder zumindest das, was davon übrig war. Die geplünderten, niedergebrannten und mit Leichenteilen übersäten Ruinen waren ein grausiger Vorbote auf das, was Port Grimm bevor stünde, wenn wir versagen sollten. Wiederum waren wir entsetzt über die Rücksichtslosigkeit und Brutalität dieser Goblins. Sie wirken harmlos, ja lächerlich, wenn sie allein sind, aber sie waren von einer solchen – Boshaftigkeit erfüllt, das es einem schlecht werden konnte.

Vor einem der drei Steinhäuser fanden wir eine Überlebende. Sie hatte sich mit Ihrem Mann versteckt und sie waren erst vor einer Stunde ehrausgekommen. Jetzt wartete sie auf Ihren Mann, der in dem Haus nach dem gemeinsamen Sohn sehen wollte. Und er war schon seit einer Stunde darin…

Grimmigen Blickes machten wir unsere Waffen bereit. Ich blieb draußen bei der Frau, auch um Alarm zu schlagen oder flüchtende Goblins nieder zu schießen. Von drinnen hörte man bald Tumult und Kampflärm, der aber rasch verstummte.

Stoischen Blickes kam Ramirez heraus, den gefiederten Kopf eines Goblinhelden in der Hand. „Alle tot“, war alles, was er sagte. Die Frau brach in Wehklagen aus.

Nun standen wir vor einem Dilemma. Was sollten wir mit der einsamen Witwe tun? Ich war zunächst dafür, sie mitzunehmen, aber Akbash und Heidrun erklärten, dass ein einziger Schrei im falschen Moment unser aller Tod sein könnte. Wir diskutierten mehrere Möglichkeiten, aber keine Klang wirklich vielversprechend. Schweren Herzens beschlossen wir, die Frau in einem möglichst sicheren Zimmer zurück zu lassen, in der Hoffnung, dass wir schnell zurück kehren und sie retten konnten.

In der Hoffnung, dass die Raubtiere sich an den Überresten der Verstorbenen satt fressen würden und die Frau nichts Dummes tat, verließen wir Galvadors Landung

Möge Churun uns verzeihen.

Zum Distelkopf

Hatte ich erwähnt dass der Dschungel furchtbar war? Nun, er war gar nichts gegen dieses elende Dornengebüsch. Wenn es nicht so feucht hier wäre, wir hätten den Busch lieber abgebrannt als uns hindurch zu hacken, winden und zwängen. Dornen so lang wie mein Zeigefinger, Nesseln bis über unsere Köpfe und gifttriefende Blätter überall. Ramirez erkannte noch rechtzeitig eine verdächtig allein stehende Pflanze, deren Blätter irgendwie – gierig aussahen.

Auf unserem Weg entdeckten wir einige in den Baumwipfeln verankerte „Späh-Nester“, zum Glück verlassen. Als wir den Distellauf, einen kleinen Bach, überquert hatten, kamen wir schließlich an eine schier unüberwindliche Wand aus Dorngestrüpp. Diese wand war zu gleichförmig, zu undurchdringlich, als das sie zufällig hier stünde.

Mels scharfe augenentdeckten einen Trampelpfad, der in der Wand verschwand, und kurz darauf eine Art Luke, die in einen klaustrophobisch engen Dornentunnel führte. Ich muss zugeben, mich verließ der Mut, als ich diesen Tunnel sah. Die Erzählungen von Heidrun und Akbash, von dem Goblin im Schrank, wollten mir einfach nicht aus dem Kopf. Ich würde nicht wie eine Ratte auf allen Vieren in die Messer und Zähne der Goblins krabbeln.

Die Hecke überklettern sah allerdings auch wenig viel versprechend aus, zumal wir nicht wussten, wie weit sich dieses Gebüsch erstreckte. Ich konnte die anderen überzeugen, erst einmal dem Distellauf zum Wasser zu folgen, bevor wir uns in dieses Todesloch begaben. Bei all dem Gemurre und Genöhle frage ich mich manchmal, ob ich der Einzige mit einem gesunden Selbsterhaltungstrieb bin!

Der Distellauf fiel beinahe 10 Fuss eine Klippe herab ins Meer, aber von dort zog sich ein Kiesstrand um die Insel herum. Ramirez meldete sich freiwillig, den Weg auszukundschaften. Ich gebe zu es ist schön, jemanden dabei zu haben, der ohne zu zögern jede Aufgabe übernimmt, aber immer wieder fragte ich mich, ob wir damit nicht seine Sklavenmentalität unterstützten.

Ramirez kehrte schnell zurück und berichtete von einem Höhleneingang, der unseren Karten nach weit hinter der Dornenbarriere liegen musste. Es galt die Chance zu nutzen, ob den offensichtlichen Eingang zum Goblinlager zu umgehen. Beim Abstieg verletzte sich Ramirez noch unglücklich, aber er zeigte keinerlei Schmerz.

Um weiter in die Höhle vorzudringen, mussten wir wieder schwimmen. Laros schien wirklich Freude an unserer Gesellschaft zu haben… Wir erreichten eine nach oben offene Höhle mit einem recht großen See in der Mitte, umringt von einem schmalen Kiesstreifen. Bei näherer Betrachtung überragte die Öffnung eine Art Opferplattform. Wem oder was hier wohl geopfert wurde? Die Untersuchung des Seebodens förderte dann auch einige Knochen und Skelette zu Tage, so dass wir lieber auf dem Kiesstrand blieben.

Was uns natürlich auch nicht retten sollte. Die Mutter der Monster hatte hier eines Ihrer abscheulichen Kinder positioniert. Ich kann es kaum beschreiben Es war eine widerliche, schuppige Mischung aus Tiger und Fisch. Mit den Klauen und Fängern einer Raubkatze aber dem Schwanz eines großen Fisches. Ein Figer? Ein Tisch? Wir einigten uns später auf "Seelöwe", das kam der Gefährlichkeit der Bestie näher.

Ein fruchtbarer Kampf entbrannte, immer geprägt von Blitzschnellen Sprüngen der Bestie aus dem Wasser bei denen Sie versuchte, einen von uns zu packen und in die Tiefe zu reißen, während wir auf sie einschlugen und stachen, während sie zurück ins Wasser glitt. Schnell färbte Blutbeider Seiten das Wasser rot, aber trotz Ihrer klaffenden Wunden schien die Bestie nicht langsamer zu werden. Schließlich geschah das Unglück, und Aurelia war einen Wimpernschlag zu langsam, um den Klauen des Monsters zu entgehen. Panisch hackten wir alle auf das Biest ein in der Hoffnung, es zu töten, bevor es Aurelia in Ihr Reich zerren konnte – was uns auch beinahe gelang, immerhin verletzten wir es so schwer, das es Aurelia aus Ihren Fängen lassen mussten. Aber ein verirrter Schwertschlag Heidruns war tief in Aurelias Seite eingedrungen, so dass sie zusammen mit den Verletzungen von Zähnen und Klauen des Monsters dem Tode näher war als dem Leben.

Nie zuvor hatte uns Joachim mehr gefehlt als in diesem Moment. Zwar gelang es Mel, Ihre Wunden zu verbinden, aber an eine Weiterreise war für Sie nicht zu denken. Und wieder standen wir vor einem Dilemma. Wir konnten Aurelia nicht zurücklassen – auch wenn das Monster verwundet war, es war nicht tot. Und wer weiß, ob es sich nicht an Land schleppen und Aurelia töten würde, kaum dass wir die Höhle verließen. Der Weg nach vorn blieb auch ungewiss.

Diesmal war es Akbash, der den Späher machte, und auf der anderen Seite der Höhle tatsächlich den Distelkopf ausmachte, mitsamt einer Brücke und – einem Auge? Es schien, das der Distelkopf nicht nur ein merkwürdig geformter Fels, sondern tatsächlich der Kopf einer gewaltigen Statue war. Oder, um es mit Akbash unheilverkündenden Worten zu sagen. „Wer weiß, ob das nicht der Kopf von Malfeshnikor ist, den Luana erwecken will?“

Zumindest eines unserer Probleme nahm Laros uns aus der Hand – er schickte uns seine Haie, um dem Seelöwen ein Ende zu machen. Aber wieder mal war sein Segen zweischneidig – wir mussten mehr als vorsichtig sein beim Verlassen der Höhle, wollten wir nicht in den gierigen Mäulern von Laros‘ heiligen Fischen enden.

Wir ließen also eine weitere Frau zurück mit dem Versprechen, bald wieder da zu sein und der Hoffnung, dass die Mächte der Natur auf unserer Seite wären und das Wasser in der Höhle nicht steige…

Hinab in den Schlund

Die Prüfungen nahmen kein Ende. Der Distelkopf lag vor uns, eine Brücke ragte über uns auf, bestimmt 15 Meter entfernt. Bis jetzt war kein Goblin auf die Idee gekommen, nach unten zu sehen, aber wie lange noch? Und wie sollten wir hinauf kommen? Die Seiten des Distelkopfs boten keinerlei Halt, und einen Wurfanker auf die Brücke zu schleudern würde selbst dem dümmsten Goblin nicht entgehen.

Ramirez erklärte sich (wieder mal) bereit, den Distelkopf nach weiteren Eingängen unter Wasser zu untersuchen. Der Bursche rannte nicht nur wie ein Pferd, er schwamm und tauchte auch wie ein Otter. Schon nach kurzer Zeit tauchte er wieder auf und tatsächlich erwies sich der Distelkopf als wahrhaftiger Kopf, mitsamt einem Mund, hinter dem sich zumindest eine größere Öffnung verbarg.

Wir setzten alles auf eine Karte, gaben Ramirez ein Seil mit und ließen ihn den Schlund des Distelkopfes erforschen. Nach einer für mich unfassbar langen Zeit kam über das Seil das Signal, ihm zu folgen. So begaben wir uns also allesamt wieder in Laros Arme, nur geleitet von einem dünnen Strick. Trotz unserer Erschöpfung schien es sogar, als würde das Wasser uns leiten und den Weg erleichtern, und wir alle tauchten hinter einer dünnen Wand aus Seegras innerhalb des Schädels auf, in einer fremden Welt.

Die steinerne Kammer in der wir uns befanden war mit reichen Fresken verziert, Abbildungen gewaltiger Schätze und himmelstrebender Städte. Eine dieser Städte wirke gar, als hätte Sie früher hier, bei Port Grim gestanden – aber Ihre Türme und Paläste hätten den Vergleich mit Marienburg nicht scheuen müssen, wenn Sie nicht gar größer waren.

Als wir das Becken verlassen hatten, wurden wir auch plötzlich Unmengen uralter Schätze gewahr – Waffen, Rüstungen, Truhen, alle zerfressen vom Salzwasser. Unser aller Augen wurden allerdings zu einem gewaltigen, goldenen Helm gezogen, eines wahren Riesen würdig, mit einem Gesichtsschutz in Form eines schrecklichen, zangenbewehrten Ungetüms – das sich auf uns zu bewegte, mit klappernden Scheren! Ein gewaltiger Krebs, mit Scheren so lang wie Schwerter, hatte den Helm als Heim auserkoren und uns als Futter! Erschöpft und geschwächte vom Kampf gegen den Seelöwen und der Tauchpartie eilten wir aus dem Raum, fanden in unserem Glück einen funktionierende, eichene Tür und konnten sie hinter uns zuschlagen und verriegeln.

Nun sitzen wir hier in einem schummerig beleuchteten Gang, hinter uns ein monströser Krebs, vor uns das ungewisse Innere des Distelkopfes. Irgendwo dort lauert Luana darauf, Ihren Pakt mit der Dunklen Mutter zu besiegeln und Ihr mörderischer Geliebter Hazir. Ach so, und ein Stamm menschenfressender Goblins.

Zeit, mein Pulver zu trocknen und die Peitsche abzurollen! Wir kommen, Ihr Monster!


Eberharts Tagebuch, 17 Tag des 4 Monats im Jahr 1428

Author: Nils /

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In die Finsternis

Wir erinnern uns, bei meinem letzten Eintrag stand ich kurz davor, den finsteren Teich im Altar einer dunklen Gottheit mit Öl zu übergiessen und Ildarin zu bitten, diesen zu reinigen. Ich bleibe unbesehens des Resultats dabei, das diese Idee gut war.
Auch nach langen Gesprächen mit Joachim, Akbash und Heidrun sind wir uns unsicher, ob wir nach der Explosion eine Vision hatten oder wirklich in eine andere Welt versetzt wurden. Auf jeden Fall hatten wir gemeinsam den Eindruck, auf einer unheimlichen, düsteren Ebene zu liegen, unter einem Himmel bedeckt von merkwürdigen, drohenden Formen, Kugel und Nebel, die gleichzeitig bedrohlich nah und unendlich fern wirkten.
Aber all das war nicht annähernd so erschreckend wie die gewaltige, unnatürliche Gestalt, deren leere Augenhöhlen auf uns herabstarrten. Eine Schadelfrätze, wie die eines Tieres, saß auf missgestalteten Schultern, aus denen schwarze Flügel hervorsprossen.Fette Maden, jede so lang wie ein menschlicher arm, quollen aus dem Fleisch der Schreckensgestalt. Und obwohl sie gewiss hundert Schritt von uns entfernt war, hätte nur einer Ihrer schritte ausgereicht, um uns zu erreichen und zu zerquetschen wie Ungeziefer.
Als wir uns zur Flucht wandten vor dieser finsteren Gottheit, ließ Sie einen Schrei ertönen, den keiner von uns jemals wieder vergessen wird – als ich aufwachte, waren Hedrun und Joachim schon in heilloser Flucht, und nur das rechtzeitige Auftauchen von Mel und Aurelia, die uns vermisst hatten, konnte schlimmeres verhindern.
Die Kathedrale der Mutter
Trotz dieses grauenhaften Erlebnisses entschieden wir uns, zumindest noch das riesige Tor zu untersuchen. Joachim warf ein, das jetzt doch wohl endlich die Zeit gekommen sei, Hakan vom Berg einzuweihen. Aber zu gleichen Teilen Hubris und Sorge um die Unschuldige trieben uns voran. Immerhin hatten wir noch immer keinen Hinweis auf den Verbleib der verschwundenen Wirtin, und dieser düstere Tempel ließ nichts Gutes erahnen.
Hinter dem Portal offenbarte sich uns eine unheimliche Kathedrale, die Wände bedeckt von fremdartigen Runendominiert von zwei Teichen, einer bläulich leuchtend, der andere auf einer erhobenen Bühne in kränklichem Orange. Der nähere Teich war umringt von Stacheln, auf denen Schädel aufgepflanzt waren.
Wir zögerten zunächst, diesen Raum zu betreten. Mel nutzte die Gelegenheit, um die Glefe der merkwürdigen Statue am Eingang einzusammeln. Solch praktisches Denken schätze ich, vor allem, wenn andere das Risiko tragen.
Nur zögernd machten wir erste Schritte hinein, und Joachim dachte sogar daran, die Türen mittels eines Seils an den Altar zu binden, um sie zu blockieren. Uns allen war entfallen, das die düsteren Wasser des Altars einen üblen Einfluss ausübten, und Joachim war zu geschwächt, um der Verlockung zu widerstehen. Er trank aus vollen Zügen von der schwarzen Brühe, bevor Heidrun ihn zurück reißen konnte.
Währenddessen hatten sich Mel und ich aufgemacht, ein paar Gegenstände zu untersuchen, die bei den Teichen lagen. Es stellte sich heraus, das ein Magierstecken und eine Umhängetasche, beide gezeichnet von Krallenspuren, hier zurück gelassen wurden. Ein kleines Tagebuch darin deutete auf einen Magier namens Mervin – vielleicht derselbe, der zur Zeit im Sanatorium von Haven weilte? Oder, wie Akbash es formulierte, angeblich dort weilte – vielleicht nur eine Ausrede, um sein Verschwinden zu erklären?
Als wir uns dem höher gelegenen Teich näherten, erschien wie aus dem Nichts eine kleine, ledrige Gestalt darüber, gehörnt wie eine Ziege und beflügelt wie eine Fledermaus.
„Wer entweiht den Tempel der Mutter!“ kreischte sie uns entgegen. „Geht oder spürt Ihren Zorn!“

Nach einer kurzen Schrecksekunde zogen wir unsere Waffen und machten uns auf, den größenbenachteiligten Dämon zurück in die Hölle zu schicken. Daraufhin beginnt der Kleine, seine Arme aufzuschneiden, und aus seinem Blut entstehen in dem Teich neue, große Widerlinge!
Ein furioser Kampf entbrennt. Akbash erhält früh eine fiese Beinwunde, die Ihn zu Boden schickt. Mel und Heidrun beharken den Dämon mit Bolzen und Pfeilern, während Joachim ihn in eine glimmende Sphäre hüllt, die Ihn verwirren soll. Leider wirkt diese Ablenkung nur auf uns… Immerhin verhindert sie, das das Monster sich unsichtbar machen kann.
Die Bisse der Bestien haben eine halluzinierende Wirkung, und mehrere Male verliere ich völlig die Kontrolle, nur um mit blutigen Monsterstücken im Gesicht wieder zu mir zukommen. Die flatternde Bestie beharkt uns von der Decke aus mit einem verzauberten Wurfdolch – Joachim riskiert seine Finger, um dieses Ding aus dem Spiel zu nehmen.
Mels scharfes Auge lässt immer wieder Bolzen um Haaresbreite an meiner Nase vorbei schießen, um das Scheusal zu picksen, aber er zeigt eine unfassbare Zähigkeit. Schließlich schafft Aurelia es, das Biest zu packen, als er versucht, Joachim zu erwürgen. Ich stürze mich wieder mal unkontrolliert auf das Wesen, das einfach nicht sterben will. Erst ein gezielter Stoß von Akbash verzaubertem Rapier bringt das Biest zum Schweigen.
Als wir wieder einiger maßen ruhig durchatmen können, und unser aller Wunden mehr oder weniger behandelt sind, setzen bei Joachim die ersten Krankheitssymptome ein. Er erbricht immer wieder schwarzes Wasser und klagt über Übelkeit.
Inzwischen trägt Heidrun Ihrem Arm in einer Schlinge, Akbash kann nur mit Hilfe einer Krücke laufen und ich bin am ganzen Körper mit Biss und Kratzwunden bedeckt. Joachim sieht aus wie der wandelnde Tod, einzig Mel und Aurelia sind noch recht fit. Wir schaffen es irgendwie zurück in die Keller der Glasmanufaktur.
Fragt mich nicht, wen dann das Gewissen packte und uns aufforderte, die Manufaktur auch noch zu untersuchen, um die arme Frau zu finden. Ich schiebe es auf den Einfluss der giftigen Dämpfe in diesem Tempel, das wir uns darauf auch noch ein ließen – und prompt hinter der nächsten Tür auf einen der Drahtzieher des Goblinüberfalls zu treffen! Ohne sich auf Verhandlungen einzulassen stürzte sich der Irre mit zwei Säbeln einem Derwisch gleich auf die arme Aurelia und trieb sie aus dem Raum. Offensichtlich nicht bereit, sich auf eine Konfrontation mit uns allen einzulassen, verkroch er sich dann, löste einen Alarm aus und beschuldigte UNS, mit Goblins im Bunde zu sein!
Solch Unverschämtheit gehört ausgeräuchert. Im selben Moment, in dem wir mittels Lampenöl seinen Schreibtisch in Brand setzten, um Ihn herauszulocken, fielen uns eine Handvoll Goblins an! Im engen Gang kam es zu blutigem Gehaue, und Gesteche, und als wir das Ungeziefer schließlich erschlagen hatten, quoll schon beißender Rauch aus der Tür. Deutlich dichter und beißender, als Rauch von einem normalen Feuer sein sollte…
Mel verlor die Geduld und tastete sich in den verrauchten Raum vor, während wir uns zurück zogen. Auch nach Schmerzensschreien und Kampfgeräuschen wagten wir es nicht, in den Rauch vorzudringen und versuchten stattdessen, Mel zum Rückzug zu überzeugen. In Rauch und Tumult schaffte es der Kerl tatsächlich, zu entwischen. Ich bin alles in allem nicht unglücklich darüber, denn ich weiß nicht, ob wir alle einen Kampf mit diesem unnatürlich schnellen und gewandten Monster in Menschengestalt überstanden hätten.
Tatsächlich fanden wir in seinem Zimmer Beweise über eine Verschwörung zwischen den Goblins, finsteren Anhängern der Lamashtu und einem Quasit (der Dämon aus dem Keller?)
Wie schon befürchtet war der erste Angriff der Distelkopf-Goblins nur der Anfang, eine Ablenkung, um mit dem Körper des ehemaligen Hohepriesters ein finsteres Ritual der Mutter zu beginnen. Alles, was noch zu einem vereinten Angriff der Goblins fehlt, ist die Zustimmung von Brutazhmus, einem der berüchtigten Goblin“helden“. Zu unserer Erleichterung finden wir aber die Wirtin, zwar geschunden und schwer verletzt, aber lebendig. Joachims Symptome werden schlimmer, und wir schleppen uns alle Richtung Tempel, als der Heiler plötzlich wirres Zeug spricht. Er wolle nicht in den Tempel, die Priesterin möge doch bitte zu Ihm kommen. Er werde sich ein wenig hinlegen, das wäre schon in Ordnung. Inzwischen SCHWITZT er sogar schwarze, übelriechende Flüssigkeit.
Wir beschließen, ihn zu seinem Besten in den Tempel zu bringen. Wer weiß, welch finsterer Einfluss ihn so reden ließ? Kaum, dass wir Ihn gepackt hatten, zeigte dann tatsächlich das Böse sein Gesicht, das im armen Joachim wohnte. Seine Pupillen schwärzten sich, und eine Aura des Bösen umgab Ihn, so das Aurelia und ich zurückwichen. Einzig der tapfere Mel hielt Ihn weiter, nur um kurz darauf zurückzuweichen und sich das Gesicht zu halten, in dem sich eine klaffende Wunde auftat.
Als wäre das alles nicht genug, tauchte der mordende Geist des Schwarzsäbel Dan plötzlich wieder auf! Besessener und Geist standen sich gegenüber, während wir nur entsetzt zuschauen konnten.
Mit zitternden Händen lud ich eine der geweihten Kugeln in meine Pistole. Schweren Herzens zielte ich auf Joachims linkes Knie, und mit einem geflüsterten „Verzeih mir“, verkrüppelte ich meinen Freund… Nur um mit anzusehen, wie Schwarzsäbel sein Herz durchbohrte!

Nicht nur das, er bedrohte auch noch Aurelia, als sie ihn retten wollte. Hiermit schwöre ich, dass diese kindermordende Bestie in der Hölle schmoren wird. Sigmar und Kjull seien meine Zeugen, er wird brennen.
Trotz allem brachten wir Ihn und alle anderen verwundeten in die Kathedrale des Laros, wo wir dem Hohepriester schließlich die ganze Wahrheit offenbarten. Unsere größte Sorge war, dass der Dämon Joachims Seele mit in den Abgrund ziehen könnte. Der Hohepriester, beeindruckt von unserer Ehrlichkeit und unseren Taten, erschreckt von den beweisen eines heimlichen Tempels der Mutter unter seinen Füssen, versprach uns, Laros selbst um Hilfe zu beten.
Es bleibt zu sehen, ob der Herr der Stürme Joachim aus der Finsternis retten kann – oder ihm zumindest den Zutritt in seine Hallen gewährt, nachdem er bei der Verteidigung seiner Jünger gestorben ist.


Eberharts Tagebuch

Author: Nils /

Nachdem die Feuer gelöscht und die Verwundeten versorgt waren, konnten wir uns ein wenig den Hintergründen des Goblinangriffs zuwenden. Der exakte Zeitpunkt, die eingeschmuggelten Bomben und die generell überdurchschnittliche Planung des Angriffs machten uns stutzig.

Both Hemlock, der Marschall des Örtchens plante, für eine Strafexpedition Truppen aus Haven azufordern und fragte uns, als Helden des Angriffs, ob wir solange nach dem Rechten sehen würden.

Nach Beratung mit der Fürstin kamen wir überein, das ein gutes Bild in Port Grim uns für die Zukunft sicher nützen würde – außerdem war die Suche nach dem Schatz ja kein Wettlauf.

Zunächst sammelten wir alles an Informationen über die Ansässigen Goblinstämme, mit Hilfe der Elfe Aljari Kildarion, eine mit persönliche Freundin des Marshalls. Kildarion ist nur selten in Port Grim, als Waldläuferin durchstreift sie die Wildnis Maracsars oft für viele Wochen, bevor sie mit Neuigkeiten aus der Region nach Port Grim zurrück kehrt. Von ihr erfuhren wir das es in dieser Region einige größere Goblinstämme gibt. Neben unbedeutenden kleineren Banden sind es 5 namenhafte Stämme die in dieser Region Gebiete beanspruchen. Zunächst wären da die Goblins vom Vogelkruncher Stamm, die mit zahlreichen Federn geschmückten Goblins leben westlich von Port Grim in den Steilwänden des Teufelsplateau. Traditionell sind diese Goblins die am wenigsten aggressivsten ihrer Art. Nördlich im salzigen Schwemmland leben die Krötenlecker Goblins, die unter allen Stämmen als die besten Schwimmer und Taucher gelten. Westlich von Port Grim streifen die Sieben Zähner Goblins duch den Schwarzzapfenwald, die Sieben Zähner sind eifrige Tüftler und bekannt dafür das sie aus dem Müll der Menschen absonderliche Waffen und Rüstungen fertigen können. Noch weiter westlich, in den subtropischen, immer feuchten und düsteren Moorwäldern lebt der größte der fünf Stämme. Die grauhäutigen Schleimschwarten Goblins, leben am weitesten von Port Grim entfernt und sind zumeist mit ihren internen Stammesquerelen ausreichend ausgelastet um zu einer größeren Gefahr für menschliche Siedlungen zu werden. Südlich, auf einer kleinen Insel, nicht mehr als ein Felsbrocken im Meer, von dem einige sagen er hätte ähnlichkeit mit einem gigantischen Kopf. Siedeln die Distelkopf Goblins. Dieses äußerst kleine Terrain liegt in Wurfreichweite der südlichen Felsküste, jenseits des gefährlichen Nesselwaldes.

Eine Koordination zwischen diesen wäre nur über eine Beeinflussung der sogenannten „Helden“ möglich. Diese „Helden„ scheinen individuelle Goblins zu sein, die von allen Stämmen gleicher Massen respektiert werden, sei es weil sie besonders schlau, brutal oder mächtig sind. Auch hierzu konnte uns die befreundete Waldläuferin des Marschalls einiges an Wissen vermitteln. Zum einen merkte Kildarion an, dass Goblinhelden ein brutales und meist sehr kurzes Leben führen. Es ist eher ungewöhnlich das ein einzelner Goblin durch seine Taten soviel Aufmerksamkeit erregt, dass es anderen als Aussergewöhnlich auffällt. Sollte dies aber dann doch geschehen, liegen dem fast immer kühne Taten zugrunde, die auch nach unseren Maßstäben nicht zu verachten sind. Derzeit gibt es fünf Goblins die den Status des Helden tragen. Da wäre zum ersten Groß Gugmut Feuchthaut von den Schleimschwarten, ein beinah zwergengroßer Goblin mit Muskeln wie ein Ochse. Es heißt sein Mutter sei eine Goblinhexe und sein Vater ein wilder Keiler. Der zweite namenhafte Goblinheld nennt sich Koruvus. Er war der Held der Sieben Zähner und bekannt für sein unbeherrschbares Temperament wie auch für seine mächtige Waffe - ein vermutlich magisches Langschwert, gefertigt für Menschenhände, das Koruvus in einzigartiger und brutalerweise zu nutzen verstand. Koruvus verschwand vor einigen Moanten und wurde bis heute nicht mehr gesichtet. Unter den Goblins allerdings hält sich das Gerücht das der Geist des verschollen Helden durch die Länder streift und jeden Goblin erschlägt, welcher sich auf die Suche nach seinem sagenumwoben Versteck macht. Der Held des salzigen Schwemmlandes ist unter dem Namen Vorka bekannt und berüchtigt - dieser kannibalistische Goblin hat viele seiner Art verspeißt und wird zu meist von den etwas merkwürdigen Krötenleckern als Held verehrt. Schlitzknochen ist der Anführer des Distelkopfstammes und konntrolliert den unter allen Stämmen begehrtesten Goblinbau, den Distelkopf. Und zu guter Letzt wäre da noch der legendäre Bruthazmus, ein Geschöpf was nur entfernt zu den Goblinvölkern zu zählen ist. Zwar gleicht Bruthazmus irgendwie einem Goblin, ist aber fast menschen Groß, stark und unglaublich muskulös, seine Haut ist eher ein Fell und ihn umgibt eine Aura der Brutalität. Er lebt in den nördlichen Nesselwäldern und gehört nicht wirklich zu einem der Stämme. Allerdings besucht er alle fünf Stämme regelmäßig, um geraubtes Gut gegen jede Form von Alkohol ein zutauschen.

"Siehst du einen Goblin rennen, zünd ihn an und lass ihn brennen", hätte mir persönlich gereicht statt dessen gabs eine für meinen Geschmack viel zu lange Exkursion in Goblinkunde. Elfen haben einfach zuviel Zeit in ihrem Leben.

Während wir uns also ellenlange Vorträge über Goblins, verfasst von Elfen, anhörten, war die Eigentümerin und Wirtin des Gasthauses "Zum rostigen Drachen" verschwunden. Es stellte sich heraus, das die Wirtin des Gasthauses, Marua Nefertri , die Tochter eines der reichsten Handelsherren von Port Grim war. Ihr Vater war der Eigentümer der gewaltigen Glasbrennerei, die für ihr excellentes Glas und ihre alchimistischen Linsen weit über die Grenzen Maracasars bekannt war. Wir stießen auf Spuren, die auf eine familäre Angelegenheit schließen ließen. Irgendetwas merkwürdiges schien hier vor zu gehen, worauf auch ein mysteriöser Brief in Ihrem Zimmer hindeutete. Sie wollte sich anscheinend mit Ihrem Bruder in der Glashütte treffen, um die Machenschaften Ihres wohlhabenden Vaters zu vereiteln.


Wir machten uns also auf, diese Glashütte zu untersuchen. Unser Instinkt führte uns geradewegs in den Keller wo Joachim unmittelbar auf eine verborgene Tür stieß, der sich als ein Eingang zu einem äußerst verdächtigen Höhlensystem entpuppte, in dem wir unzählige Goblinspuren fanden. Und Schlamm, sehr viel Schlamm, Wände, Boden, Decke, eigentlich war hier unten alles aus Schlamm. Hier mussten wir unsmit einigen Ghulen auseinandersetzen, und trafen schließlich auf eine Art Ausgrabungsstätte.

Der Eingang zu einem merkwürdigen Tempel wurde von einer roten Marmorstaute bewacht, die eine wunderschöne Frau darstellte. Ihr edlen Züge waren vor Wut monströs verzerrt.

Sie trug weite wallende Gewänder und ihrer linken ein Buch, geziert von einem Heptagramm, in der rechten trug sie eine gefährlich aussehende Glefe.

Wir erkundeten diese mysteriöse Anlage, die aus einer längst vergangenen Epoche zu sein schien und trafen auf ein Albtraumhaftes Monster, welches hier in den tiefen alle die Zeit gewartet hatte. Das Ding hatte entfernt menschähnliche Gestalt, war aber aus Würmern geformt und trachtete uns nach dem Leben. Der Kampf war ebenso widerlich wie gefährlich. Trotz dessen machten wir uns weiter an die Erforschung dieses üblen Ortes, und in einer Vorkammer, dominiert von einem gewaltigen Portal, trafen wir auf einen finsteren Altar, offensichtlich einer dunklen Gottheit geweiht. Den über dem Altar prangerte ein Symbol, das auf das Vermächtnis eines finsteren Heiligtum hindeutete.

Die Oberfläche des Altarsteins glich einem dunklen Teich und wir beschlossen, dieses schwarze Wasser im Namen der Ildarin mit Feuer zu weihen.

Mal sehen, wie das ausgeht…