Korrespondenz mit Nomorius dem Goldenen, Prophet der Gier

Author: Nils /

1.Brief von Nomurius dem Goldenen  



1. Antwortschreiben von Eberhart Brettschneider



2. Brief von Nomorius dem Goldenen


2. Antwortschreiben von Eberhart Brettschneider 

Theranische Gier

Author: Nils /

Eigentlich hatte ich mit Haeven schon abgeschlossen, bis mich Joachim an unser kleines "Souvenir" erinnerte. Wieder mal ein Zeichen, das die Magie der Runenherrscher immer stärker wurde, denn die Münze mit dem Sihedron und der Rune der Gier hatte sich schon beinahe aus meinem Bewusstsein verabschiedet. Unsere Nachforschungen deuteten auf einen Ort, der eigentlich meine zweite Heimat sein sollte - ein Platz namens Wuchermarkt. Hier gab es alles und nichts zu unverschämten Preisen, und in der Mitte, umringt von den düsteren Visagen der Runenherrscher selbst - eine Spielbank. Nun, nirgends geht Geld schneller über den Tisch als hier, also verwürfelte ich mit Joachim noch ein paar Hände Münzen, um ein Gefühl für die Menge zu bekommen. Da aber keiner von uns ein wirkliches Geschick mit Karten oder Würfeln hat (wo ist Akbash, wenn man ihn braucht!), führte das zu nichts. Erst, als ich den Einsatz um die Nünze der Gier erhöhte, kam Bewegung in die Menge. Ich selbst hatte die Macht des Artefaktes gespürt, aber sie offensichtlich dennoch unterschätzt. Alleine der Anblick der Münze trieb die Menge beinahe in eine Raserei! Die Einsätze wurden idiotisch hoch gesteigert, und gerade noch rechtzeitig konnten wir den Tisch räumen, bevor die Spieler sich zerfleischten. Das ganze hatte mir aber keinerlei Interessante Erkentniss über den Drahtzieher oder die Quelle dieser Münzen verschafft. Die kam dann ein paar Schritte weiter, und ich könnte mich ein weiteres Mahl in meinen enormen Hintern treten - ganz offen auf der Straße predigte da ein schlaksiger, tätowierter Bursche von der heiligen Gier im Namen Karzougs! Er verteile mit beiden Händen diese verfluchten Münzen in der Menge und faselte wirren Kram über die "Tugend der Gier" und das "Kredo des Egoismus". Freiheit durch Reichtum, wenn man ihn sich denn nur nehmen wolle. Und das schlimmste war - ich erkannte das altbekannte Glitzern in Joachims Augen, denselben wirren Blick, den auch die Spieler getragen hatten. Nahm das denn nie ein Ende, ein Kult niedergeschlagen, da sproß ein weiterer aus dem Boden... Sigmar sei Dank konnte ich Joachim wenigstens zurück ins Haus der Heilung lotsen, wo er sich schnell von deim Einfluss erholte. Wir zogen die Herrin des Hauses ins Vertrauen, und obwohl ihr die Geschichte weit hergeholt schien, lies sie sich überzeugen, uns bei einer klassischen "Churuner Rochade" zu helfen. Wir verfeinerten also den Wein dieses nervigen Predigers mit einigen ausgesuchten Kräutern, und als er zu spucken und zu taumeln begann, war zufällig ein Heiler der weißen Hand zur Stelle, um dem heiligen Mann in das Haus der Heilung zu bringen. Bis er da war, lag er dann auch komplett flach und wir konnten ihn in Ruhe untersuchen. Es war erschreckender, als ich erwartet hatte. Das Sihedron und die Gierrune erkante ich inzwischen selber, aber dieser Prediger war am ganzen Körper mit Symbolen theranischer Runenmagie bedeckt. Selbst die Naga und die Runenriesen hatten sich nicht so vollkommen mit offensichtlicher Runenmeistermagie eingelassen. Wir überzeugen die Gildenmeisterin, uns in ein geheimes, magiededämpftes Zimmer unter den Behandlungsräumen zu lassen. Trotz Joachims widerholter Zweifel konnte ich nicht anders - ich musste versuchen, mit diesem Mann zu reden. Wir alle waren schon dem Einfluss der Runenmeister erlegen und hatten wieder zurück gefunden. Vielleicht war dieser Mann, so er noch zur Vernunft fähig war, unser fehlender Mosaikstein um Xin Shalast zu finden und Karzougs Rückkehr zu stoppen. Das Gespräch lief schlecht, aber nicht katastrophal. Offensichtlich gab sich Karzoug tatsächlich als Gott aus und hatte diesen armen Kerl überzeugt, das er sein Apostel sein sollte. Und wie das bei Kirchenleuten oft ist, war er rationalen Argumenten nur schwer zugänglich. Aber er brauchte mich auf einige tatsächlich sehr interessante Unstimmigkeiten. Immer und immer wieder waren wir mit den Schergen des Runenmeister der Gier aneinander geraten - aber das Zeichen, das er nutzte, um seine Seelen zu ernten, war das Sihedron. Eine Rune, die für alle Runenherrscher steht, auch seine Erzfeindin Alaznist, Runenherrscherin des Zorns. Wie passte das zusammen? Wir einigten uns, anderer Meinung zu sein, wollten aber unseren Dikurs fortführen. Sogar einen Besuch in Port Grim kündigte er uns an, wollte er doch unsere angeblichen Beweise für die Verbrechen Karzougs sehen. Wir liessen ihn ziehen, gegen den Protest Joachims, aber ich kann es nicht über mich bringen, diesem Menschen die Freiheit zu nehmen. Ich halte ihn weiter für verblendet. Meine Waffen sind Geist und Sprache - und wenn die versagen sollten, warteten in Port Grim der Rest der Gesellschaft, und deren Waffen waren handfester...

Auf Güldensterns Spur

Author: Nils /

 Mottes Tagebuch 1 Der Weg nach Totholz


 Mottes Tagebuch 2 Wildnis und Untote


 Mottes Tagebuch 3 Im Tempel der T'Skrang


Mottes Tagebuch 4 - Im Tal der Donnerechsen


Mottes Tagebuch 5 Zurück unter Droskars Kessel


Mottes Tagebuch 6 Der Goldene Wächter


Mottes Tagebuch 7


Intermezzo 

Der Sieg über das schwarze Keuchen

Author: Nils /


 Tag 1 

Joachim und Eberhart empfangen neue Bewerber für die Gesellschaft. 

- Hartmuut, einen zwergischen Waldläufer

- Juri Han, eine xaanische Seehexe

- Zippy, einen feenblütigen Gnom

- Und James, einen befreiten T'Skrang Sklaven voller Wut


- Es geht darum, ein Heilmittel für das Schwarze Keuchen zu finden. Leider ist Joachim von der weißen Hand abgeschnitten und die örtlichen Heiler (Questorin der Churun und Apotheker Poidker) können die Gesellschaft nicht leiden. Also sollen die neuen Bewerber heraus finden, ob einer der beiden ein Heilmittel kennt, das die Gesellschaft eventuell fördern könnte. Nach harter Verhandlung werden 40 Goldkronen ausgehandelt

- Poidker steht offensichtlich in Verbindung mit Haus Agadar, den Werfteignern von Port Grim (zumindest stehen Schergen von ihnen vor seiner Tür). Poidker verkauft zu extrem hohen Preisen Behandlungsmittel gegen das Keuchen an gut zahlende Kunden . Nachdem Wurzel ihm Kräuter rangeschafft hat, vertraut er ihm an, das er die Gesellschaft nicht leiden kann und den Garcia für einen unwissenschaftlichen Emporkömmling hält

- Die Questorin der Churun, wohnhaft bei der alten Niska, geht schlicht unter vor armen Leuten, die umsonst behandelt werden wollen. Sie steht der weißen Hand und damit Joachim komplett ablehnend gegenüber, die die Gilde den Grundsätzen der Churun widerspricht

Haus der verlorenen Kinder: der Meister des Hauses kennt die Churunquestorin natürlich und ist tatsächlich nicht glücklich mit der augenblicklichen Situation.  Seit sie mit dem Schwarzen Keuchen beschäftigt ist,  hat sie keine Zeit mehr für Krankenbesuche bei ihnen.

Der junge Zippy ist ein Gnom, den sie eine Zeitlang gefördert haben, bis ihnen aufgefallen ist, das er schlichtweg kein Kind ist und somit keine Förderung mehr von ihrer Seite benötigt. Tatsächlich fragt sich der Meister, ob der Bursche ihnen nicht von der Feenkönigin untergejubelt wurde, so als Wechselbalg...

Zur Geschichte der schwarzen Keuche gibt es keine spezifischen Zeitabstände. Allerdings ist öfter die Rede von weisen Frauen, die bei Krankheiten geholfen haben und die irgendwo in der Wildnis holen sollen

Tag 2

 kurzer Aufklärung (und Schlammschlacht) bei der elfischen Heilerin des Ortes und den Xaanischen Wunderheiler. Die Elfe ist in tiefer Meditation und will nicht gestört werden, während die Wunderheiler durchaus die Keuche heilen können, das aber auf individueller Basis tun. Warum so wenige Menschen (außer den Xaan) das tun, ist nicht klar. 

- Nach kurzer Beobachtung von Pillendrehers Apotheke wurden die Ratten, die in seinem Hinterhof wohnten, bestochen und eingeschüchtert. 

- Mit Hilfe von nebenan gekaufter Säure wurde die Tür aufgebrochen, dann erst sein normales Labor, danach das geheime im Keller geplündert.

Tag 3

Die Truppe fährt mit dem Schiff Richtung Aschemoor und trifft dort erst Bauern, dann Grund Messerzungen, einen Hobgoblinwilderer, der mit einem verletzten Fennec Fuchs auf der Jagd ist. 

Seine Gefangennahme führt zu einer hitzigen Diskussion, ob Hobgoblins nicht ebenso zu töten sind wie Goblins, aber Hartmuut besteht darauf, ihn als Führer mitzunehmen.

Er führt sie zur Hexenhütte, aber als der Fluch der Hütte aktiviert wird, flieht er. James liefert sich ein bissiges Duell mit dem Kessel, aber schließlich schießt Juri Han mit einem gewaltigen Wasserstrahl ein Loch in die Wand und Zippy entfesselt die Macht des Feenreiches und schleudert ihn aus dem Haus, was den Dämon entlässt, der ihn belebt hat. 

Tag 4

Die Abenteurer erreichen das verlassene Zwergenkloster in den Bergen - nur, das es nicht verlassen ist, sondern von einem teuflischen Warg und seinem Rudel bewohnt wird!

Nachdem Graupelz die Helden auf einen Rattenschwarm und einen Tempel voller Dunkelmäntel gehetzt hat, fällt er ihnen zusammen mit einem T’skrang Schurken feige in den Rücken. In einer epischen Schlacht, in der James zeitweise gegen 5 Wölfe kämpft und Zippy mehrere Wölfe an Wänden zerschmettert, wird der Warg erschlagen und der Schurke auf der Flucht erschossen. Er trägt in seinem Beutel einen herausgemeisselten Rubin aus dem Amboss des Angrosch und ein deaktiviertes Sklavenhalsband mit der Rune aus Tor und Flamme.

Tag 5

Bei der Erforschung des Klosters wird nach und nach klar, das hier der Droskar-Kult irgendwann den Kult des Angrosch vertrieben hat. Droskar ist ein Gott der Plackerei, der Sklaverei und der Abkürzungen. 

In der Nacht findet dann schließlich Kontakt mit den T’Skrang statt, die unter dem Kloster leben. Sie haben ihre Seelen Droskar verpfändet, in der Hoffnung, das ihre Kinder einst wieder wahre Freiheit erlebnen können. Freiheit und Schutz im jetzt, dafür Arbeit im nächsten Leben. 

Die Gruppe diskutiert lange und hitzig, wie damit umzugehen ist - schließlich können sie die T’skrang überzeugen, eine Handelsbeziehung mit der Gesellschaft einzugehen. Sie überlassen ihnen die Ritalgegenstände des Droskarkultes und zwei wertvolle Rubine, um von ihrem Gott einen neuen Beschützer zu bekommen.

Tag 6

Die Helden kehren mit dem Kessel, den Pilzen, den eingelegten Wurzeln und einem grossohrigen Fuchs zurück nach Port Grim. 

Dort verschwindet Juri über das Wasser in Richtung Piratenschiffe, im Gepäck die 2 übrigen Rubine aus Angrosch' Altar.

Bei der Gesellschaft treffen sie auf Joachim,  der erfreut über ihre Funde ist, auch wenn er dem Kessel noch nicht über den Weg traut. 

Am nächsten Morgen spricht Hartmut noch bei der ansässigen Elfe vor, die ihn diesmal auch verlässt. Sie beschäftigt sich nicht mit Krankheiten der Menschen, aber erinnert sich daran, daß man die Hexe Issandra damals aus der Stadt gejagt hat, weil ihre Medizin abhängig gemacht hat. 

Dann macht sich die Truppe schnell auf den Weg. Am ersten Lagerplatz erzählt Hartmut darüber, warum er sich so für Elfen und ihre Lebensart interessiert. Als sich schließlich alle zur Ruhe legen, bemerkt James Irrlichter im Wald, der Fuchs versucht, Zippy darauf aufmerksam zu machen. 

Sie folgen den Feen durch den Wald bis zu einem Teich, in deren Mitte sie einen grotesken Fisch erblicken.  Dieser pferdegrosse Flutfisch ist offensichtlich ein feenwesen, das seine eigenen Flüsse und Teiche erschafft. 

Erste Kontaktversuche sind vielversprechend  bis der Fisch den Fuchs fressen will. Als Zippy sich in den Weg stellt und es aussieht , als würde er gleich mit verschluckt,  stürzt sich James aus dem Baum auf den Fisch und spiesst ihn auf. 

Daraufhin explodiert der Fisch in eine gewaltige Flutwelle!

Die Helden reiten die Welle auf einer Flosse des Fisches bis zum Herzbaum!

Tag 7

Am Herzbaum lauert ein Tatzlwyrm in den Blättern, aber Hartmut und James entdecken ihn, bevor es zum offenen Kampf kommt. Gemeinsam hecken sie einen Plan aus, wie sie den Tatzlwyrm ablenken und genug Moos sammeln können, um die Medizin zu erstellen. 

Zippys Magie und James Ausdauer beim Reiten auf einem Tatzlwyrm ermöglichen es Hartmut, genug Mooszu sammeln, um so endlich alle Zutaten für das Heilmittel beisammen zu haben.


Epilog

Mit Hilfe von Poidkers Rezept und den Zutaten kann Joachim ein günstiges Heilmittel erstellen, das die Churunschwestern entlastet und die Anerkennung der elfischen Heilerin findet. James kehrt zurück zu den T’skrang im Zwergenkloster, um die Verhandlungen aufzunehmen. 

Haus Agadar ist nicht besonders glücklich über die Denunzierung ihres Hausapothekers, aber offiziell dankt der Rat von Port Grim der Gesellschaft, dieses Problem gelöst zu haben (auch wenn kaum eines der Ratsmitglieder es als Problem angesehen hat).

Die breite Bevölkerung aber ist glücklich, und die Beziehungen der heilenden Community von Port Grim sind deutlich verbessert. 

Die unendliche Bibliothek

Author: Nils /

 Die ewige Bibliothek

Keuchend standen wir über den Überresten Mokmurians. Wieder einmal war es deutlich zu knapp gewesen - auf Dauer musste das aufhören mit dieser Monsterschlachterei. 

„Hoffentlich hat der nicht wieder einen Brief seines Chefs dabei ...“ Murmelte Akbash. 

Bei diesen Worten zuckte Mokmurians Körper noch einmal und seine Augen öffneten sich. Sein Gesicht verzog sich zu einem sardonischen Grinsen, und irgendwie wußte ich, das wir nicht mehr mit dem Steinriesen sprachen.

„Das sind also die Helden dieses Zeitalters. Ihr seid nichts als Würmer für mich. Würmer, die die Armeen von Xin-Shalast zurück in die Erde treten werden, wenn ich sie erweckt habe. Wenn der Name Karzoug wieder mit Grauen und Ehrfurcht geflüstert wird. Wisset, das der Tod all jender, die das Sihedron tragen, meine Rückkehr beschleunigt hat! All die Oger, all die Riesen, sogar die Drachen - all das nährt meine unvermeidliche Rückkehr.

Narren, ist das alles, was ihr in zehntausend Jahren zustande gebracht habt? HAHAHAHAHAHA“ und mit diesem Lachen begann Mokmurians Körper zu zerfallen, als hätte diese Besessenheit ihm mehr als nur seine Seele entzogen. 

„Das du auch nie deine große Klappe halten kannst“, grummelte Heidrun und schubste Akbash unwirsch. 

Erschöpft rieb ich mir über die Wangen. „Immerhin hat er recht, diesmal kein Brief. Ist doch schön, dass dieser Karzoug uns mal persönlich kontaktiert.“ Ich blickte zu Joachim und Mel. „Xin-Shalast? Sagt das jemand was?“ 

Mel rieb sich den Bart. „Gehört habe ich das schon mal. Quink erwähnte den Namen bei einem unserer Gespräche. Eine verlorene Stadt? Auf jeden Fall theranisch, kein Zweifel.“ 

Wir vertagten die Besprechung und Joachim und Aurelia versorgten die Verwundeten. Danach machten wir uns auf die Suche nach einem Ausgang, der nicht wieder durch irgendwelche irrsinnigen Dimensionsverzerrungen führen würde und stießen auf - 

„Eine Bibliothek ...“ Joachims Stimme war noch nie von solcher Ehrfurcht erfüllt gewesen wie in diesem Moment. Bibliothek war wahrlich ein Wort, das die Größe diese Bauwerkes nicht umfasste. Es war ein beinahe 30 Meter durchmessender Schacht, der ringsum angefüllt war mit Büchern, Folianten, Schriftrollen und anderen - und sich nach oben wie unten bis weit außerhalb unserer Sicht ausbreitete. 

Ein Rattern und Klimpern schreckte uns auf, und eine merkwürdige, dreibeinige Gestalt aus Metall, Draht und Glas torkelte auf uns zu. Rauch stieg von ihrem Rücken auf und eine schwarze Flüssigkeit tropfte von einem spitz zulaufenden Arm, der über einem Buch zitterte.

„Welches Buch wünscht ihr zu studieren? Zur Zeit sind  24,491Bände,

Schriftrollen, Pamphlete und ungebundene Manuskripte verfügbar. Geben sie bitte ihren Wunsch nach Autor, Titel, Thema oder Datum der Beschaffung in der ewigen Bibliothek an!“

Ich will den aufmerksamem Lesern nicht mit den Details unserer Recherchen hier aufhalten. Es sei genug damit gesagt, das wir einige Informationen über das theranische Imperium, die Runenherrscher, das Reich Shalast und die Stadt Xin-Shalast sammelten. Zu unserer Frustration erwies es sich als völlig unmöglich, etwas aus der Bibliothek zu entfernen. Welche Magie auch immer die Werke hier absicherte, erstreckte sich nicht über die Schwelle, und alles, was wir entfernen wollten, wurde zu Staub. Ich glaube, Mel vergoss eine seltene Träne, als ihm das klar wurde, und wir mussten ihn gewaltsam von dort entfernen.

Aber wir hatten immer noch diverse Probleme zu lösen - in Form einer Armee aus Ogern und Steinriesen! Zwar war der Kopf dieser unheiligen Allianz abgeschlagen, aber jetzt galt es mit Conna und Teraktinus das weitere Vorgehen zu besprechen. 

Die weise Frau der Steinriesen zeigte sich beeindruckt, dass wir es tatsächlich geschafft hatten, Mokmurian zu besiegen. Und wie es sich für eine weise Frau gehört, hatte sie tatsächlich einen Plan. 

Um die Oger loszuwerden reichte es, die Drann’Gur auszurufen. Eine zweitägige Fastenzeit zu Ehren des Herrschers. Während dieser Zeit würden dann geschickt Gerüchte über einen Fleischhort unter der Kontrolle des Gottschlächters gestreut werden. Das sollte reichen, um die Oger in eine Raserei zu versetzen und sie in einen Konflikt mit dem Gottschlächter selbst zu bringen. Es war zweifelhaft, das sie dem Monster etwas anhaben konnten, aber keine der Seiten würde kampffähig oder willig aus so einer Konfrontation heraus kommen. 

Die Steinriesen würden sich ob dieser Nachrichten mehr als zufrieden geben, dem Alabasterlied zu lauschen, das sie zurück ihn ihren äonenlangen Schlaf versetzen würde. 

Mit welchen Ziel, bleibt mir weiterhin unklar, aber Steinriesen denken in anderen Zeiten als wir Menschen. 

„Auf jeden Fall werdet ihr, als unsere Retter, eine Strophe im Alabasterlied erhalten. Eure Tat wird von keinem Kind der Steine vergessen werden.“ 

Zudem konnte sie uns noch erklären, das der Grund für Mokmurians Angriff auf Port Grim wohl damit zu erklären war, das unter der Stadt, unter den Ruinen des Höllenfeuerturms, wohl der Schlüssel zu etwas verborgen liegt, das sich Runenschmiede nennt. Nach dem, was wir über die Kriegsmaschinen des theranischen Imperiums gelernt hatten, jagte uns das einen üblen Schreck ein. 

Jeka, die wahnsinnige T’skrang Leibwächterin, erfüllte ihren Teil der Abmachung und fühte uns durch das monsterverseuchte Labyrinth in den Tiefen von Jorgenfaust zum Wyvernfluss. 

Dann bin ich mir immer noch nicht sicher, ob wir alle gemeinsam einen verrückten Traum hatten oder ob wir wahrhaftig all unsere Erlebnisse nach dem Tod von Mokmurian noch einmal durchlebten - nur, ohne diesmal Bücher aus der ewigen Bibliothek zu entwenden. Sicher ist nur, das nach diesem Erlebnis keiner von uns Interesse daran zeigte, jemals wieder dorthin zurückzukehren. 


Schwertwall und Brettschneiders Reise nach Haeven!

Author: Nils /


Nach langem, langem Hin und her stellen sich Joachim und ich schließlich der Reise nach Haeven, um mit der Weißen Hand zu verhandeln. Brodert Guint empfahl uns noch, dort eine seiner Koleginnen, Valexia von  Ruthvek zu treffen. Angeblich wäre sie die richtige Ansprechpartnerin für den Absatz merkwürdiger Antiquitäten UND sehr bewandert in der Erforschung Maracasars. 

Nachdem dann noch ein missglückter Anschlag der Blutkrabbe unser gemütliches Abendessen verdarb, machten wir uns auf mit einem äußerst exzentrischen Reiseveranstalter names MalGon Maloni auf eine Rundreise um halb Maracasar nach Haeven.


Um meinen Lesern einen Eindruck dieser Reise zu vermitteln, habe ich einen kleinen Bildband in Auftrag gegeben [Link Bildband]

Haeven ist bizarr riesig und ungebändigt, beherrscht von sieben Sturmlords

Verabredung ist in 14 Tagen holt uns Malgon Maloni wieder ab. Wir schlagen uns mehr schlecht als Recht mit dem Kessel und Beute durch Haeven.

Nach langer Quälerei finden wir endlich in Alttor das Gildenhaus der weißen Hand. Hier  werden wir höfflich Empfangen und können uns Ausruhen.Wir erfahren, dass das eigentliche Zentrum der Macht in den Haevener Heilstätten zu finden ist. Die Heilstätte, die auch die weiße Basilika genannt wird bildet das Zentrum von Ruhstadt, einem Distrikt der sich ganz der Heilung und Erholung gewidmet hat.

Die weiße Hand ist eine wirklich, WIRKLICH große Gilde. Das hatten mir meine Nachforschungen zwar schon vermittelt, aber vor den gewaltigen Ausmaßen ihrer Anwesen in Haeven zu stehen ist eine ganz andere Sachen. Wir sprachen zunächst in ihren Heilstätten vor, ein Tempel des Wohlfühlens und der Medizin. Dort empfing uns der junge Rakorius von Alttor, ein Advokat in Diensten der Hand. 

Ich will meine Leser nicht mit den Details unserer Probleme und Verhandlungen langweilen - lassen wir es damit genug sein, das Joachim eine immense Schuldenlast gegenüber seiner Gilde trug und auch noch diverse Prüfungen abzulegen hatte. 

Während ich also mit dem Advokaten den Papierkram durchging, vertiefte sich Joachim in seine Studien. Endlich konnte er mal nach Herzenslust fachsimpeln und sich mit den verschiedensten Philosophien und Techniken der Heilkunst auseinander setzen. Wie ich es nicht anders erwartet hatte, schnitt er bei den praktischen Übungen vorbildlich ab, konnte sich aber nicht mit den buchhalterischen Tätigkeiten und Regularien anfreunden. Vielleicht hatte ich ihm da einfach zu viel aus der Hand genommen, aber Arbeitsteilung ist einfach sinnvoll. Jeder nach seinen Stärken. 

Meine Nachforschungen zu anderen wichtigen Spielern bei der Weißen Hand brachten einige spannende Verwicklungen zu Tage. So war uns der Conde Alonso de Figuero wohl nicht sonderlich wohlgesonnen. Als oberster Advokat der Gilde ist ihm unser schlampiges Umgehen mit den Regeln wohl übel aufgestoßen. 

Alonso de Figuero

 

Eine Möglichkeit zum Ansetzen ergab sich ob der Interessen des Erz Tribuns Acies, der Hand des Westens. Auch, wenn wir nicht direkt mit ihm interagieren mussten, hörte man doch, das er großes Interesse an der Politik der Sechs Königreiche hegte. Und da es hier in Haeven anscheinend auch durchaus Königsfeinde der Siebensteine gab, sah ich die Chance, ein lange verstaubendes Andenken an unsere Heimat zu nutzen. Als ich Rakorius gegenüber erwähnte, das wir ein Originalmanuskript aus den Händen der Kurfürstin Marnie von Sackheim, der Königsmacherin in Händen hielten, sah er schnell, das wir nicht nur ein weiteres Häkchen in seinem Buch sein würden. Die Gesellschaft hatte sich nicht nur einen Namen gemacht, wir hatten auch die Mittel, Dinge langfristig zu verändern. 

Das Sackheim Ma(r)niefest

So vermittelte er für uns eine Audienz mit Sajiana von Zornbrecht, einer Admiralin mit imperialen Wurzeln. Unser Wortgefecht mit Sajiana wird gewiss irgendwann in die Lehrbücher des Advokatentums eingehen, ich bin mir sicher, der gute Rakorius hat sich da einiges an Notizen gemacht. Es gab verbale Finten, rhetorische Ausfälle und geistreiches Geplänkel - alles in den faszinierenden Hallen der Basilika.

Sajiana von Zornbrecht

Das Wirken Kharzougs, des Runenmeisters der Gier, war auch hier nicht unentdeckt geblieben. Eine meiner ab jetzt ständigen Erinnerungen all seine allumfassenden Intrigen,die überall in Maracasar auftauchen, ist eine Münze mit der Rune der Gier darauf. Joachim zwingt mich inzwischen dazu, sie in einem bleiernen Kästchen aufzuhalten, aber manchmal halte ich sie in den Händen und sinniere über die zwei Seiten einer solchen Sünde - ist Gier nicht nur die finstere Seite der Ambition? Ist eine gewisse Gier nicht nötig, um voran zu kommen? Ohne diese Einsicht wären meine Verhandlungen mit Frau von Zornbrecht vielleicht anders verlaufen, und wir hätten nicht einen Verbündeten der weißen Hand in Port Grim, der dort in Kürze unsere politische Position stärken wird. 

Wenn man wirklich weitreichende Veränderungen erreichen will, wie beispielsweise die Abwendung von der schändlichen Praxis der Sklaverei, dann konnte man das nicht mit freundlichem Bitten.  

So sieht es in Kürze aus. Die weiße Hand erlässt uns unsere Schulden. Dafür helfen wir ihnen, ein neues Gildenhaus in Port Grim zu errichten, dem Rakorius vorstehen wird. Dafür darf seine Eminenz das Marniefest im Original studieren, als dauerhafte Leihgabe der Gesellschaft. 

Langfristig planen wir mit der weißen Hand zusammen eine Expedition nach Xin-Shalast, sobald wir den genauen Standort ermittelt haben. 


Mehr Spuren in Haeven

Tatsächlich waren wir ja nicht nur in Haeven, um mit der weißen Hand zu verhandeln, auch wenn das unser Hauptgrund war. Aber Joachim nutzte die Gelegenheit, um sich mit einem anderen Vertreter des Larosglaubens über seine Rolle als Sturmgeborener auseinander zu setzen. Baruch Wellensturm ist „der Wächter“ und damit höchster Diener des Laros in Haeven. 

 


Und welch Überraschung, der Vertreter dieses Glaubens in der Piratenstadt Haeven ist deutlich weniger entspannt als der Questor Tobayn vom Tempel der ewigen Strömung in Port Grim. Er ließ Joachim wissen, das seine Wiedergeburt zwar ein Wunder war, aber nur ein erster Schritt auf dem Weg zu einem wahren Sturmgeborenen. Eine lebensgefährliche Prüfung gleich in diesem Tempel zeigte uns dann auch schnell, das Joachim noch keineswegs von den Kräften des Sturmkönigs zehren konnte. Denn wie er mir später erklärte war eine der Fähigkeiten von Priestern, das sie an heiligen Stätten anstatt ihre eigene Energie zu nutzen direkt von den Kräften ihrer Götter gespeist wurden. 

Wellensturm empfahl Joachim dringen, sich mit seinem Glauben auseinander zu setzen und eine Pilgerfahrt zur Bucht der verlorenen Tränen und dem darin gelegenen Mare Liberum, dem höchsten Pilgerziel aller Larosjünger in Maracasar. Ob der uns wohlbekannten Sterblichkeitsquote bei diesen Pilgerfahrten schoben wir das mal eher in die weitere Zukunft, falls wir uns überhaupt damit auseinander setzen würden.

Nach all diesen schweren spirituellen Prüfungen wollten wir dann endlich mal ein wenig Profit machen. Brodert Quint hatte uns ja empfohlen, mit seiner Kollegin Valexa von Ruthvek Kontakt aufzunehmen, die hier ein Etablissements names „Arche“ führte. Sie sollte ein Auge und auch die richtige Kundschaft für unsere doch teilweise recht exotischen Handelsgüter haben.

Bei der Besichtigung der Ausstellung ging mir auch direkt das Herz auf, aber Joachim warnte mich. Hier gab es mehr als ein Artefakt der Runenherrscher, und jeder, der sich mit ihnen auseinandersetzte, war eine potentielle Gefahr.

Unser Gespräch mit der extravaganten Gnomin war aber eine beruhigende Offenheit geprägt. Sie gab offen zu, rein vom Profit gesteuert zu sein, ohne die Motive ihrer Kunden zu hinterfragen. Im Nachhinein ist sie damit natürlich ein ideales Opfer für Karzougs Machenschaften, aber ich hoffe, das er seine Klauen noch nicht in sie treiben konnte. Immerhin haben wir viele seiner mächtigen Helfer erledigen können - wenn seine Machenschaften selbst Haeven schon übernommen hätten, wäre Port Grim trotz unserer Taten sang und klanglos untergegangen. 

Valexa hat ein ganz ähnliches Interesse wie wir - auch sie finanziert riskante Expeditionen zur Bergung wertvoller Schätze aus der Vergangenheit Maracasars. So nahe sind unsere Interessen, das sie im Laufe des Gesprächs sogar Interesse an einer Mitgliedschaft in unserer Gesellschaft äußerte! Auch hier bremste Joachim wieder meinen OPtimismus, aber einem Besuch Valexas bei uns und einem geführten Besuch der geheimen Untergründe waren wir alle nicht abgeneigt. 

Leider hörte unsere Glückssträhne hier auf. Als wir unsere gesammelten Schätze aus dem Warenlager in Graustein bergen wollten, erwarteten uns Leichen, Kugelblitze und winzige Dämonendamen! 

Anscheinend war die Besitzerin des Hexenessels, den unsere Nachwuchsabenteurer geborgen hatten, keineswegs nur ein Kindermärchen aus vergangenen Zeiten. Issandra ist eine mächtige, rachsüchtige Hexe. Nachdem sie sich auch logischen Argumenten nicht zugänglich zeigte, beschlossen Joachim und ich, ihren widerlichen dämonischen Vertrauten den Garaus zu machen.  

Ich bleibe dabei, das das die richtige Idee war. Irgendwann ist die Diplomatie am Ende und es werden Blitze geworfen. Leider unterschätzten wir beide die Möglichkeiten Issandras - als wir ihren Vertrauten am Boden hatten, öffnete sie allen Ernstes mitten in der Stadt ein Portal zu einer Wüstenei, aus der uns dann ogergroße Hyänenmenschen entgegentraten!

 


 Das war der Punkt, an dem wir uns schweren Herzen von jeglichem Gewinn verabschiedeten, der unsere Reise hätte refinanzieren können. 

Trotz alledem halte ich unsere Reise nach Haeven für einen Erfolg. Wir haben wichtige Verbindungen geknüpft, Joachim ist sich seiner Rolle sowohl in der Gilde als auch als Sturmgeborener (oder eben nicht) sicherer, und die Gesellschaft wird Port Grim mehr und mehr zu einem wichtigen Knotenpunkt Maracasars machen. 

Und dann, wer weiß? Xin-Shalast, wir kommen! Kharzoug, mach dich auf was gefasst, die Gesellschaft für Entdecker und Abenteurer hat dich im Visier!