Am Tag des Angriffs von Drachen und Riesen

Author: Sventasie /

>>>Die Gestalt schlich durch die große kreisförmige Halle und noch bevor die ersten Teilnehmer der heutigen Sitzung die stufenförmige Anlage betraten, verbarg sie sich hinter einer der Säulen, die es nur auf den oberen Rängen gab und tauchte in die Schatten.<<<



Kendara Mesaidon war sichtlich genervt als sie sich auf dem Weg von ihrem Arbeitszimmer zum alten Auditorium des Ratshaus von Port Grim machte. Die Ereignisse hatten sich am gestrigen Tage überschlagen – Steinriesen aus den Storvalhöhen hatten aus bisher ungeklärter Ursache Ihre Stadt angegriffen. Ein Roter Drache der dem Schlachtzug der Steinriesen gefolgt war, hatte die GrimGard-Kaserne und den Tempeldom der Ewigen Strömung schwer beschädigt.
 Der plötzliche Angriff hatte Sie alle überrascht die Zahl der Opfer war noch nicht absehbar, gleiches galt für den Schaden den die Kreaturen angerichtet hatten. Es war schwer sich einen Überblick zu verschaffen, vor allem an der Südmauer und im Gerberviertel hatte es schwere Verwüstungen und hohe Opferzahlen gegeben. Hätten die Gründer der Gesellschaft für Abenteuer und Erforschung Maracasar´s sie nicht frühzeitig gewarnt, die Katastrophe hätte ganz andere Ausmaße angenommen.

Mel, Akbash Weißhaupt, den man nun bereits in der ganzen Stadt den Riesentöter nannte, die Goblinschlächtererin Heidrun und der Sturmgeborene, der jetzt auch noch ein verdammter Drachentöter war hatten die GrimGard dazu veranlasst, strategische Punkte zusichern und gegen den Angriff der Riesen zu wapnen. Auch ohne die legendären Taten des gestrigen Tages hätte es gereicht um die vier für Ihre Heldentaten zu ehren und die Gesellschaft für Abenteuer und Erforschung Maracasars zu einer festen Instanz von Port Grim zu machen.
 
Statt dessen hatte der Patriarch des Hauses Agadan den Inneren Rat zusammen gerufen und einen Untersuchungsausschuss gefordert. Ethram Agadan war schon in seinen jüngeren Jahren ein pedantischer Kleindenker gewesen, jetzt im hohen Alter von über neunzig Sommern wurde dieser Charakterzug immer ausgeprägter und Debatten mit dem Oberhaupt des Hauses Agadan waren zeitraubend und zermürbend. Vor allem und das war ja heute zu erwarten, wenn die restlichen Angehörigen der Agdan-Familie, die dem Inneren Rat angehörten, auch anwesend waren.
Immerhin war nicht zu erwarten das Agadan die Stellung ihres Hauses infrage stellte, dass war bei Haus Scorn schon ganz anders.

Scorn nutzt jede sich bietende Gelegenheit, dass Haus Mesaidon zur Rechenschaft zu ziehen. Das war zuletzt sowohl bei dem Überfall der Goblins, als auch bei den Morden des Häuters so gewesen. Kendara konnte guten Gewissens davon ausgehen, dass das heute ebenfalls der Fall sein würde. Zwar nahm Mel´cuum Scorn das Oberhaupt des Hauses nicht mehr persönlich an den Ratssitzungen teil, was es jedoch nicht besser machte, den Beatriz Scorn die Matriarchin des Hauses war wesentlich bedrohlicher. Kendara konnte es sich nicht verkneifen einen charakterlichen Vergleich zu dem Roten Drachen, der in das Gildenhaus der
Gesellschaft für Abenteuer und Erforschung Maracasars gekracht war, zu ziehen. Immer hin brachte das ein kurzes lächeln auf Ihre Lippen.
Das Haus Neferti war auch vertreten, Kendara konnte die Verwandtschaft der sympathischen Wirtin des Rostigen Drachens noch nicht einschätzen. Der Familienzweig der Nefertis kamm aus dem Wüstenreich Daragesch, um den Platz des alten Glasbrenners einzunehmen. Emir Abu-dan Neferti war ein adeliger Verwandter der Wirtin Marua, mit großem Einfluss jenseits des Meeres und war erst vor zwei Wochen in Port Grim eingetroffen. Ob der Emir heute an der Sitzung teilnahm war ungewiss, meist nahm sein Onkel Sahl Neferti, der neue Meister Glasbrenner an den Sitzungen teil, man würde sehen – das Haus Neferti bereitete Kendara weniger sorgen als die Ratsmitglieder ihres eigenen Hauses.

Ihre Großmutter Ahara Mesaidon war die Matriarchin ihres Hauses und hatte vor 3 Jahren den Titel der Marquis nur widerwillig an Sie abgetreten. Kendaras Vater Nol Mesaidon, der heute die Handelsbeziehung führt hatte darauf bestanden, dass Ahara den Titel und die Führung Port Grims an Kendara übergab. Ahara hatte das Haus Mesaidon zu neuer Größe geführt, Sie war die unangefochtene Handelskönigin Maracasars und maßgeblich am Aufbau des Südmeerhandels beteiligt. Es waren ihre Stärke und ihr Gold, das Port Grim die Unabhängigkeit verschafft hatte und Ahara blieb das Oberhaupt ihres Hauses, was immer wieder zu Konflikten zwischen ihr und Kendara führte.

Immerhin konnte Kendara auch auf Unterstützer in Ihrer Sache hoffen, Zantus Tobayn, der Questor der Gezeiten würde als Gast des Inneren Rates anwesend sein. Der Questor war zwar kein festes Mitglied, hatte aber in Krisenzeiten eine Stimme, ebenso wie Belor, der Kommandant der GrimGard. Die Befugnisse und Macht des Hafenmeisters hatten auch diesem einen Platz im Inneren Rat beschert, ebenso wie Gal Goldbrun dem Gildenmeister der Handelsliga von Port Grim und seit neustem war auch den Vertretern der Südmeer Handelkompanie zwei Plätze im Inneren Rat gewährt worden. Kendara hatte den verdacht, dass sie das unter anderem ihrer Großmutter zu verdanken hatte.
Ob die alte Niska da war, spielte für Kendara kaum eine Rolle. Niska hatte schon einen Platz im Rat als ihre Großmutter noch jung war. Niska kam und ging wir es ihr beliebte, sagte aber meistens nichts und die Mitglieder des Inneren Rats beachteten Niska auch kaum.

Kendara betrat schließlich das kreisrunde Auditorium, bis zu hundert Person konnten hier Platz finden. Die steinernen Ränge des Auditoriums war schon hier gewesen als die ersten Siedler nach Port Grim kamen. Es heißt sie sind Zeugnis einer längst vergangenen Kultur. In der Gründungszeit von Port Grim hatte man sich die Ruinen zur nutze machen wollen und kurzer Hand das heutige Rathaus über die Ruinen gebaut.
Die unteren Steinbänke waren mit Kissen gepolstert so das die Mitglieder des Inneren Rats sich ihre Hintern nicht allzu platt saßen. Lediglich der unterste Rang war frei von den bequemen Sitzpolstern. Hier fanden die Gäste des Auditoriums platz oder wie am heutigen Tag die Zeugen. Männer und Frauen Port Grims die geladen waren, um vor dem Inneren Rat zu sprechen. '

>>> Weder Kendara noch ein anderes Mitglied des Inneren Rates hatten die Gestalt in den oberen Reihen bemerkt, die sich in der Dunkleheit hinter den Säulen verbarg und gespannt darauf wartete das die Sitzung begann.<<<

Das Gremium was hier zusammengekommen war, hatte neben allen Machtspielen, Intrigen und politischen Komplotten das Ziel, die Ereignisse der gestrigen Geschehns zu erläutern. Kendara wusste das die
Gesellschaft für Abenteuer und Erforschung Maracasar von einigen Anwesenden sehr skeptisch beäugt wurde. Das Oberhaupt der Gesellschaft war ein großspuriger, wenn auch nicht gänzlich unsympathischer Abenteurer von enormen Ausmaßen, dessen Ziele nur schwer einzuschätzen waren. Die anderen Mitglieder der Gesellschaft waren zwar verschlagene Gestalten, trugen aber soweit Kendara das beurteilen konnte das Herz am rechten Fleck.
Kendara Meisaidon würde eher mit den Seeteufeln im Gezeiten Archipel schwimmen, als zuzulassen das die Intrigen des Inneren Rats die Integrität der Helden von Port Grim infrage stellte.

Nach der förmlichen Begrüßung startete Kendara das Prozedere und rief Sheriff Plank Hemlok, der sich sichtlich unwohl fühlte in den Zeugenstand.
Die Marquis holte tief Luft aktivierte ein Medaillon, das sie von Cyrdak Drokus dem Meisterbarden geschenkt bekommen hatte und das dafür sorgte, dass ihre Stimme ohne größere Anstrengung im ganzen Auditorium klar und deutlich zu hören war.

Kendara forderte Hemlok auf dem Rat mitzuteilen wie und wann und mit welchem Anliegen sich die Gründer der Gesellschaft für Abenteuer und Erforschung Maracasars sich an ihn gewandt hatten.

Hemlok räusperte sich mehrfach. Holte tief Luft und brachte nur eine langezogenes „Ähhh“ heraus. Dann nichts mehr. Gefolgt von einem unangenehmen Schweigen. Die Stille im Auditorium war furchteinflößend.
Kendara verlor die Nerven und fuhr Hemlok an seine Verfluchte Aussage zu Protokoll zugeben, ansonsten würde Sie Ihn persönlich Kielholen. Das half.
Hemlok berichtete zügig davon das Akbash, Mel, Heidrun und der Sturmgeborene ihn zwei Tage zuvor aufgesucht hatten. Immerhin war er es, den Eberhart Brettschneider, seines Zeichens Endecker und Abenteurer, seiner Zeit auserkoren hatte, den Schlüssel für das Gildenhaus der Gesellschaft für Abenteuer und Erforschung Maracasars zu verwahren. Auch wenn Eberhart nicht persönlich gekommen war um den Schlüssel abzuholen, was den Sheriff sichtlich enttäuscht hatte. Und noch bevor Hemlok sich seinen Ausschweifungen über dieses unglaubliche Gebäude hingeben konnte räusperte sich Kendara und grinste Hemlok böse an.
Hemlok unterbrach sich mit einem weiteren „Ähhhh“ schilderte dann aber wie die Gefährten ihm von den Goblinüberfall erzählt hatten und davon das Akbash Weißhaupt berichtete, dass ein Angriff von Riesen und Drachen bevorstand.
Etwas kleinlaut gab Hemlock zu, dass er zunächst gedacht habe, Akbash hätte nach seiner Rückkehr zunächst eine Taverne aufgesucht, um dann nach ordentlichem Trunk ein paar Fabulierungen bei ihm los zu werden. Drachen und Riesen. In Port Grim. Ja, sicher.
Hemlok war unsicher und dachte das es sicher nicht schade, wenn die Gefährten am folgenden Morgen dem Kommandanten ihre Geschichte erzählten.

Kendara Mesaidon hatte keine weiteren Fragen und hielt für die Mitglieder des Inneren Rats gut hörbar fest, das Sheriff Hemlok zu Protokoll gegeben hatte, das Akbash, Mel, Joachim und Heidrun sich unmittelbar nach Ihrer Ankunft an den Sheriff gewandt hatten, nicht nur um von einem zurückgeschlagenen Goblinangriff in der nähe des Düsterbruchs zu berichten, sondern auch um eine drohende Gefahr durch Riesen und Drachen zu melden.

>>> Im Schatten der Säule fluchte die Gestalt die dort kauerte leise über den unbequemen Platz den sie hatte, die gestrige Nacht war einfach zu lang gewesen. Daran war aber nun auch nichts mehr zu ändern, sie hatte schon genug verschlafen, also richtetet sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf das Auditorium.<<<

Die Marquis entließ den Zeugen und rief den Kommandanten Belor Wiskali der GrimGard auf.

Selbstbewusst und klar erläuterte der Kommandant der GrimGard die wenigen Fakten die die Gefährten ihm brachten: Eine unklare Zahl von Angreifen, bei denen es sich vermutlich um Steinriesen und Drachen handelte, sollte zu einem nicht bekannten Zeitpunkt, aus einer oder mehren möglichen Richtungen Port Grim angreifen. Herkunft, Motivation und Ziele der Aggressoren waren ebenfalls unklar. Trotz der wenigen und schwer zu glaubenden Fakten hat die GrimGard gemeinsam mit den vieren und ohne jedwede Verzögerung wichtige strategische Vorkehrungen getroffen, um einen bevorstehenden Angriff abzuwehren. Der Kommandant der GrimGard macht seinen Zuhörern sehr deutlich darauf Aufmerksam, dass ohne die Warnung und strategische Unterstützung der Gesellschaft für Abenteuer und Erforschung Maracasars der gestrige Tag des Angriffs sehr viel blutiger geendet wäre.

Noch bevor Kendara die Chance hatte, die Schilderungen des Kommandanten fürs Protokoll zusammen zufassen peitscht die Stimme von Beatriz Scorn durch das Auditorium. Beatriz Scorn forderte Kommandant Belor Wiskali auf, zu erörtern wann genau dieser die Marquis über die drohende Gefahr informiert hat. Ungerührt der harschen Unterbrechung antwortet der Kommandant der GrimGard mit einem Wort: „Umgehend“. Noch bevor die Matrirarchin des Hauses Scorn darauf reagieren konnte brüllt Ethan Agadan empört die Frage, warum nicht alle Häuser umgehend Informiert worden seien, durch das Auditorium. Zustimmende rufe und Geschrei erhob sich.

Kendara Meseidon hatte das kommen sehen, das Haus Scorn war vom Überfall der Steinriesen nicht unverschont geblieben. Die Steinriesen hatten einen gewaltigen Schreckensbären ähnlich dem Monster, dass im Gerbervierte gewütete hatte auf das Anwesen des Hauses Scorn losgelassen. Der Schreckensbär hatte dutzende Wachen und auch einige Familien Mitglieder zerrissen, bevor das Scheusal durch die Außenwand der Villa brach und das Innere zu einem Spielplatz seiner unbändigen und brachialen Wut machte.
Kendara hatte weder Mitleid für das Anwesen, noch für die Angehörigen des Hauses Scorn, sie bedauerte vielmehr das Beatriz nicht die Türflügel des Anwesens geöffnet hatte, als der Schreckensbär ins innere geprescht war. Letztlich war es nur dem beherzten eingreifen Kendaras Freundin Prinzessín Azkima Sonnenglut und ihren Glutwächterinnen zu verdanken, dass die Bestie überhaupt gestoppt wurde. Genau genommen war nicht nur das Anwesen des Hauses Scorn verwüstet worden, sondern Scorn verdankte es letztlich einer Verbündeten des Haus Mesaidon, das sie gerettet wurden. Das es dafür allerdings keine Dankbarkeit geben würde, war Kendara schon unmittelbar nach den Ereignissen klar gewesen.

Das Auditorium hatte sich in einen Kessel aus lauten Rufen, wütendem Geschrei und hitziger Debatten verwandelt. Kendara Mesaidon dachte gerade darüber nach ob sie die Macht ihres Amulettes nutzen sollte, um alle zu übertönen, als es mit einem schlag ruhig war. Nicht das die Ratsmitglieder sich beruhigt hätten, ganz im Gegenteil noch immer gestikulierten sie wild und rissen ihre Münder weit auf um sich gegenseitig anzuschreien. Doch das was man hörte war … Nichts.
Stille.
Bis die alte Niska mit ihrer ruhigen alten Stimme sagte: Ich würde jetzt gern noch die anderen Beobachtungen der Ereignisse hören.
Alle setzten sich, der Innere Rat kam wieder zur Ruhe und selbst ihre Großmutter, die sich gerade mit Titus Scorn angelegt hatte, setzte sich und schwieg. Kendara Mesaidon wusste, dass die alte Niska dann und wann ihre Magie nutzte um die Aufgebrachten zu beruhigen, nur so offen hatte Niska das noch nie getan. Auch das würde folgen haben, aber nicht heute. Die Marquis atmete durch und wandte sich dem nächsten Zeugen zu.

Die folgenden Mitschriften wurden in der Ratssitzung 727 im Jahr 1430 zu Papier gegeben und entsprechen der Reihenfolge, nach der die Marquis Keandra Mesaidon die Zeugen aufgerufen hat:

Aussage Larmga Walquer Kadett der GrimGard zu den Vorfällen am Tag des Angriffs von Drachen und Riesen:

...und dann tauchten da tatsächlich Riesen auf, ich meine echte Riesen, groß wie Häuser. Ich dachte immer es gibt keine Riesen, aber jetzt waren sie da und warfen mit Steinen. Naja, wohl eher Felsen also großen – bei Laros die Felsen waren so groß wie ein Mann, was hatten wir dem schon entgegenzusetzen?.... und wie diese Riesen aussahen, ich mein ja sie waren groß, riesig – Götter es waren echte Riesen, die uns mit mannsgroßen Felsen bewarfen und wir hatten ihnen nichts entgegenzusetzen.

 Ja gut wir hatten die Kanonen, aber Himmel wer kann schon eine Kanone bedienen, wenn drei Riesen mit mannsgroßen Felsen nach einem werfen? Kann das einer? Einer von den Herrschaften? ...  Ich war in Panik und blickt in die Stadt, die Straßen waren leer, die Sonne war ja gerade eben erst aufgegangen und dann, dann war er da... Ich sah Herrn Akbash Weißhaupt die Straßen runter laufen. Ja gut, er schien sich zu beeilen, aber er schwankte wie ein Kahn im aufgewühlten Gewässer.
Ich mag mich täuschen aber wenn ich mich richtig erinnere zog Herr Weißhaupt zu diesem Zeitpunkt sein Kettenhemd hinter sich her, sein Hemd war offen und er hatte nur einen Stiefel an, den anderen probierte er fluchend und schwankend während seines Eilmarsches in unsere Richtung anzuziehen.
Naja irgendwie hat er es ja bis zu uns auf die Südmauer geschafft und als er direkt neben mir aus dem Wehrtum schwankte, hatte er auch sein Kettenhemd an, allein das macht ihn in meinen Augen schon zu einem verfluchten Helden.
Akbash brauchte weniger als einen Augenblick um trotz seines Zustandes die Situation zu überblicken. Er brüllte lalende Befehle, keine Ahnung warum überhaupt jemand auf diesen nach Taverne riechenden Glücksritter hörte, aber wir taten es. Wir richteten die Kanonen aus und feuerten unsere erste gezielte Salve. Unser Schuss ging daneben, aber aber Brondorf holte mit seiner Emma einen der Riesen von den Beinen. Das machte die Riesen jetzt wirklich wild und sie griffen uns direkt an, prügelten uns von den Zinnen und bei den Göttern ich dachte das Ende der Welt sei gekommen.
Herr Akbash Weißhaupt sah das hier nichts mehr zu machen war und zog seinen Rapier – einen Rapier also nicht mehr als eine Nadel für einen Riesen, streckte sie hoch und rief uns zu Ihm zu folgen.
Ich machte mir wirklich sorgen, um dass was Herr Weißhaupt getrunken hatte, den er verhielt sich so als führte er eines dieser legendären Zweihandschwerter. Es muss Verzweiflung gewesen sein, aber tatsächlich folgten wir ihm, nicht nur von der Mauer herab sondern durch das Ausfalltor des Südtores direkt zwischen die monströsen Beine der Steinriesen. Und dann wurden wir Augenzeuge eines heroischen Momentes. Akbash sprang zwischen die Beine des Steinriesen, als würde er das täglich tun und versetzte dem wild brüllendem Riesen einen und ich sage es nochmal deutlich, einen einzigen Stich, präzise in Kniekehle des Ungetüms. Der Steinriese gab ein schmerzerfülltes brüllen von sich als wen … was weiß..., ich ihn ein Skorpion gestochen hätte.
Als der Riese dann konterte und wir schon das Ende vor uns sahen, gab das Bein, das Akbash getroffen hatte nach und der Riese stürzte schwer gegen unsere Südmauer. Wie als wären wir erwacht, nutzten wir die Chance und schlugen auf den Riesen ein bis der sich nicht mehr bewegte. Der kam nicht mehr hoch und liegt jetzt noch vor der Südmauer. Ordentlich zerhackt will ich meinen. Zeitgleich ertönte Brondorfs Kanonen erneut und der Brustkob des Riesen der sich gerade wieder aufrappelte verwandelte sich in eine Wolke aus Blut und Knochen.

Erste Aussage Mina Solbring - Offizierin der GrimGard zu den Vorfällen am Tag des Angriffs von Drachen und Riesen:

Dieser Mel tauchte zum ersten mal bei uns auf der Südmauer auf, er trug diese unglaubliche Repetierarmbrust, das Ding war riesig. Er schoss damit auf den Riesen, dem es gelungen war zu uns auf die Südmauer zu klettern. Er muss den Steinriesen ordentlich zugesetzt haben, den der Riese schrie vor Wut und schlug völlig wild auf uns ein, dabei wurde Brondorf und seine Emma von der gewaltigen Steinkeule erwischt und von der Mauer gefegt, es tut mir sehr leid, der Kamerad hatte Familie. Der Riese konzentrierte seine Angriffe auf Mel, der sich in den Turm zurückziehen musste und statt seiner stürzte Akbash und unserer restlich Trupp auf die Wehrmauer und gemeinsam erschlugen wir dieses miese Stück.

Erste Aussage Vuton Havak – Artillerie Sergeant der GrimGard Armada zu den Vorfällen am Tag des Angriffs von Drachen und Riesen:

Der Kommandant hatte uns mit schweren Ballisten auf den Dächern stationiert. Je zwei Ballisten waren auf dem Dächern der Kaserne, des Gildenhauses der Gesellschafter für … Abenteuer oder so, dem Rathaus und der Glasbrennerei. Meine Einheiten waren auf dem Dach der Abenteurergilde stationiert. 

Als der Lärm an der Südmauer begann waren wir unschlüssig wir reagieren sollten. Ich habe befohlen zunächst die Stellung zu halten. Wenige Augenblicke später trat der Sturmgeborene aufs Dach, rief etwas davon wir sollten den Himmel im Auge behalten … dann verschwand er wieder, es schien so als hätte er vergessen sich anzuziehen. Details erspar ich uns an dieser Stelle.
Die Goblinschlächterin kam ebenfalls aufs Dach – es war gut zu wissen, dass die ruhmreiche Heidrun uns in der kommenden Schlacht zur Seite stand. Es waren zehrende Minuten des wartens. Nichts geschah, der Himmel war leer wir hörten den Kampfeslärm an der Südmauer und später dann das bersten, krachen und furchtbare Gebrüll aus dem Gerberviertel.
Unsere Geduld wurde strapaziert doch dann riefen Heidrun und Joachim beinah zeit gleich: Süd Süd-Ost. Und tatsächlich näherte sich von Süden ein Objekt, mit hoher Geschwindigkeit.
Die Goblinschlächterin brachte sich mit ihrem Bogen in Abwarteposition, während der Sturmgeborene Gebete gen Laros richtete. Wir machten uns bereit und als der Rote Drache mit seinen gut 20 Schritt Flügelspannweite in Schussreichweite war, feuerten zunächst wir, dann Heidrun. Der Schuss der Goblinschlächterin traf den Roten, während wir Ihn nur streiften. Wer immer die Idee hatte man könne mit einer Balista ebenso gut auf Drachen wie auf Takelagen oder Schiffsrümpfe schießen, der möge es gerne mal probieren.
 

Der Drache war viel zu schnell über uns. Er spuckte seinen furchterregenden Odem auf die Kaserne nieder. Ich sah zu wie unseren Kameraden das schwarz verbrannte Fleisch von den Knochen geschält wurde und von Ihnen nicht mehr blieb als Asche. Die Hitze wallte bis zu uns herüber und das fauchen und brüllen des Roten war Ohren betäubend, als der Sturmgeborene einen Schwall von Blitzen auf den Drachen sandte. Der Rote nahm jetzt kurz Helana und den Sturmgeborenen ins Vesier und spuckte einen Odem, der den beiden aber nichts anhaben konnte und lediglich über das Holz des Gebäudes leckte, bevor er seinen Flug zum Tempeldom fortsetzte. Die Goblinschlächterin blieb bei uns, als der Drache seinen Weg fortsetzte. Der Sturmgeboren war voller Zorn, als er sah das der Drache ansetzte den Tempeldom der Ewigen Flut anzugreifen und eilte dem Drachen hinterher.

Zweite Aussage Mina Solbring - Offizierin der GrimGard zu den Vorfällen am Tag des Angriffs von Drachen und Riesen:
Nach dem der Riese auf dem Südwal besiegt war, folgten ein paar von uns Akbash Weißhaupt, ich und noch einige andere hingegen schlossen sich dem Schützen Mel an. Wir eilten am Tempeldom der Gezeiten vorrüber, um möglichst schnell an die Klippe zu gelangen die sich hinter dem Gerberviertel erhob. Die Geräuschkulisse brachialer Gewalt schlug lange bevor wir de Rand der Klippe erreichten entgegen, das bersten von Holz und Stein, panische Schreie und ein so bestialisches Brüllen das unser Trupp kurz ins Stocken geriet. Der Anblick der sich uns bot als wir dann den Rand der Klippe oberhalb des Gerberviertels erreichten lässt sich nur Mühsam wieder geben.
Verstreut sahen wir Leichen bzw. Teile von Leichen. Verwundete schleppten oder krochen auf vermeintlich sichere Behausungen zu, sofern sie dazu noch in der Lage waren und jene die noch unversehrt waren rannten panisch durch die schmalen Gassen, im versuch diesem Hexenkessel zu entkommen.
Einige der Häuser waren in sich zusammen gestürzt, andere waren so schwer beschädigt, dass es nur noch eine Frage der Zeit war, wann auch sie in sich zusammenfallen würden. Überall waren die Gassen von Schutt und zerborstenem Gebälk bedeckt. Und dann hörten wir es wieder, dieses infernale Gebrüll gefolgt von einem bersten und brechen, dass das ganze Gerberviertel zum beben brachte. Eines der kleineren Holzhäuser explodierte förmlich in einem Schwall aus Planken, Brettern und einem Nebel aus hölzernen Splittern, als das Scheusal auf die unter uns liegende Gasse brach. Ich kann das Monster nur als eine urzeitliche Bestie beschreiben, eine Art Bär mit knochigen auswüchsen am ganzen Körper und gewaltigen Hauern, die alles gnadenlos zermalmte was sich ihr in den Wegstellte. 
 Der Schreckensbär besaß selbst die Größe eines kleinen Hauses und schien mühelos alles umzureißen und zu zerfetzen, was sich ihm in den Weg stellte. Dabei folgte dieses Geschöpf keiner klaren Route, sondern verhielt sich wie ein Berserker, völlig unkontrolliert und wild, rasend vor Zorn und Blutdurst. 
Wir waren erstarrt ob dieser brachialen Gewalt, die unter uns im Gerberviertel tobte und gnadenlos alles zerfleischte was ihr begegnete. Wir konnten unsere Augen nicht von dem Schrecken abwenden. Was vielleicht der Grund war, warum wir nicht mit bekamen, dass Mel in aller Ruhe seine Armbrust geladen und auf das Ungetüm angelegt hatte.
Das was wir sahen, war das der Schreckensbär zum Sprung ansetzte, und im selben Moment etwas an uns vorbei auf diese Bestie zu zischte. Das Monster sprang, brüllte erneut, gewaltig, brachial und schmerzerfüllt. Wir konnten sehen wie dieses Ungetüm aus Urzeiten gegen die Steinwand eines der größeren Häuser krachte, zu Boden stürzte und regungslos liegen blieb.
Ein einzelner Bolzen ragte aus dem Auge des Bären. Stille, nur der Staub des Mauerwerks rieselte auf den niedergestreckten Schrecken. Ich gebe zu, ich blickte Ungläubig auf die tote Bestie und dann auf Mel und wieder zurück und ich will auch nicht ausschließen, dass meine Kinnlade bis zur Kniekehle runter gefallen ist. Und so ging es auch den anderen. Dieses Ungetüm hatte das ganze Gerberviertel zerlegt und unzählige Menschen zerrissen, nichts hatte der Bestie was entgegenzusetzten gehabt und dann war da dieser eine Schuss.
Wir blickten alle auf Mel, der zog nur relativ unbeteiligt die Schultern hoch und sagte: „Kommt, es stehen noch zwei Riesen im Fluss, die warten auf uns.“

Zweite Aussage Vuton Havak – Artillerie Sergeant der GrimGard Armada zu den Vorfällen am Tag des Angriffs von Drachen und Riesen:

Ich bin mir nicht sicher ob ich detailliert wieder geben kann was wirklich passiert ist. Heidrun schrie wir sollten die Feinde von ihrem Haus fernhalten. Sie war offensichtlich in Panik, hatte Angst die Kreaturen die gerade in die Stadt einfielen könnten dem gerade fertiggestellten Gebäude schaden zufügen.
Der Drachenodem der den Südflügel der Villa getroffen hatte, hatte die weißen Holzpanelen lediglich schwarz gefärbt, mehr war eigentlich nicht passiert. Ich erinnere mich noch wie  mich die Prioritäten der Goblinschlächterin beeindruckten. Port Grim wurde gerade von Riesen und Drachen attackiert und in diesem ganzen Chaos behielt Heidrun die Unberechenbare alle Sinne bei sammen und versuchte der Sicherheit ihres Heims gerecht zu werden.
Im nächsten Moment rannte Heidrun zur Brüstung des Daches und legte mit ihrem Langbogen auf den gut zweihundert Schritt entfernten Drachen an. Der Feuerodem des Roten Drachens leckte soeben über die Kuppel des Tempeldom der Gezeiten. Man kann über das Temperament der Goblinschlächterin sicher viel sagen, aber ihre Fertigkeit mit dem Bogen lässt sich in nur ein Wort fassen: legendär.
Ihr Pfeil überbrückte die Distanz und traf den jungen Roten. Mit diesem Schuss hatte Heidrun selbst das erreicht, was sicher nicht ihr Ziel gewesen war. Die Aufmerksamkeit des Roten Drachen lag jetzt wieder auf Ihr und sie stand auf dem Dach ihres Hauses.
Die mächtigen Schwingen schlugen und in atemberaubender Geschwindigkeit überbrückte der Drache die Distanz zwischen dem Tempeldom der Gezeiten und dem Gildenhaus der Forscher und Abenteurer. Ich bemerkte das der Sturmgeborene unten auf der Straße angekommen war. Mit einem furchterregenden Gebrüll wie nur Drachen es können, raste der Rote auf uns zu den am Boden stehenden Sturmgeborenen nicht weiter beachtend und ich weiß noch wie ich dachte: Waaaaarummm?
Und dann hatte ich das Gefühl die Zeit würde sich enorm verlangsamen. Der Drache überflog die letzte Querstraße und ich konnte seine Schuppen, Klauen und gewaltigen Zähne viel zu deutlich erkennen. Ich würde schätzen der Drache war keine 10 Schritt mehr von uns entfernt. Unten stand Joachim der den Kopf hob und seine Hände gespreizt gen Himmel riß.
Und es war als entlud sich aus den Fingerspitzen des Sturmgeborenen die gesamte Macht eines Larossturms. Ein Gewitter aus zuckenden und knallenden Blitzen, traf den Roten als er sich seiner Beute schon völlig sicher glaubte. Es zischte und krachte und die Luft roch wie vor einem schweren Unwetter. Die Blitze jagten unaufhörlich aus den Händen des Sturmgeboren in den Drachen. Dort wo sie aufschlugen, wurden die roten Schuppen vom Körper der Echse gesprengt und drangen tief in das Drachenfleisch ein. Das Blitzgewitter schien keine Ende mehr nehmen zu wollen, der Sturmgeborene schrie und die gewaltige Macht entlud sich weiter und weiter und hüllte den Drachen nun beinah vollständig ein. Der Körper des roten Drachen glühte in elektrischem gelben Feuer als die mächtige Echse  ungebremst in das Dach des Gildenhauses
krachte.
Holz brach, Bodendielen zerbarsten die Goblinschlächterin rettete sich mit einem gewaltigen Sprung aus der Aufschlagszone.
Der Sturmgeborene hatte den Drachen vom Himmel geholt. Joachim, Sturmgeborener Drachentöter – Ich kann mich nicht erinnern wann Port Grim oder sagen wir Maracasar je einen solchen Helden hatte. Es blieb allerdings keine Zeit zum jubeln. Zum einen knirschten die Trägerbalken der Dachterrasse bedenklich unter dem Gewicht des Drachenkadavers und es stand zu befürchten, dass das Dach schon bald nachgeben würde und alles was sich noch darauf befand mit in die tiefe ziehen würde.

Aussage Jessa Grindorn – Hauptfrau der GrimGard zu den Vorfällen am Tag des Angriffs von Drachen und Riesen:

Während Mel sich unserer Fernkampfeinheit anschloss, um an die Klippe oberhalb des Gerberviertels zu gelangen, beschloss unsere Einheit in Begleitung des Riesentöters, Akbasch Einauge direkt ins Gerberviertel vorzurücken. Unsere Einheit wurde gestoppt, als wir auf unserem Weg einen Steinriesen trafen, der gut einen Schritt größer war als alle Exemplare die uns bisher begegnet waren.
Ich mache keinen Hehl daraus das mir das flattern schon bei einem gewöhnlichen Riesen, der gute 4 Schritt misst gekommen war, aber ein fünfeinhalb Schritt großes Ungetüm in Begleitung zweier anderer Steinriesen war beinah zu viel für die Moral unserer Einheit. Einauge winkte uns in Deckung. 


Dies war offensichtlich Teraktinus, ein angeblich 800Jahre alter Steinriese, der großen Ruhm unter den seinen genoss und seine Leibgarde. Mir wurde schlecht.
Terktinus begutachtete den Roten Drachen der auf dem zersplittertem Dach des Gildenhauses der Gesellschaft für Erforschung und Abenteuer Maracasars lag. Zwischen den roten Drachenschuppen stieg Dampf auf und es roch nach verbranntem Fleisch, vereinzelt tanzten elektrische Ladungen über den Körper des Ungetüms, mehr nicht, kein Zucken, keine Bewegung.
Mag sein das der legendäre Riese für einen Moment abgelenkt war oder dass das auftauchen der Golbinschlächterin aus anderen Gründen keine Beachtung fand. Im nachhinein hätte der legendäre Riese gut daran getan dem Winzling auf dem Dach etwas mehr Beachtung zu schenken.
 Heidrun trat neben dem Kadaver des gestürzten Drachen an den einsturzgefährdeten Rand des Daches, legte mit ihrem Bogen an und feuerte zwei kurz aufeinander folgende Pfeile auf den Steinriesen ab. Teraktinus hatte gar keine Zeit zu reagieren, der Gigant brach auf der Stelle zusammen und regte sich nicht mehr.
Seine Begleiter griffen nach ihrem Anführer und probierten gemeinsam mit diesem zu fliehen. Das Bild eines Riesen in Panik ist schwer zu beschreiben, aber diese beiden wussten nicht was über sie gekommen war und noch bevor sie es realisieren konnten legte die Goblinschlächterin ihren nächsten Pfeil auf die Sehne. Zeitgleich erteilte Akbash uns den Befehl zum Angriff. Die beiden Riesen ließen Teraktinus los, kamen aber nicht mehr weit.
Akbash übersäte den ersten von Ihnen mit Stichen und wir taten das nötig für den Rest. Der zweite Riese fiel durch eine Kombination aus Pfeilen, Stichen und Schlägen.

Und dann geschah etwas das ich nicht begriff und über das ich mir kein Urteil zu erlauben vermag. Joachim Sturmgeborener kam aus Richtung des Hauses der Gesellschaft zu uns herüber. Und er..., er begann den Anführer der Steinriesen zu heilen.
Akbash und Jochachim sprachen mit dem Ungetüm und das eine ganze weile.[siehe auch: Was Riesen wissen] Und ich dachte noch gut, sie werden schon wissen was sie tun, diesem Ungetüm ließe sich der Gar auch noch ausmachen, nachdem man alle Informationen aus ihm heraus gepresst hatte. Nach dem das Verhör allerdings beendet war schnitten die zwei ihm nicht die Kehle durch, wie es vielleicht zu erwarten gewesen war, sondern der Sturmgeborene setzte erneut seine Kräfte ein und heilte den Steinriesen und dann...
dann ließen sie Teraktinus aufstehen und, und ließen ihn unsere Stadt verlassen.

Als die Hauptfrau der Grimgard ihre Aussage beendete brach erneut Tumult im Auditorium aus.  Kendara Mesaidon konnte es verstehen. Die Handlungen der Helden waren nach den bis jetzt vorliegenden Zeugnissen ja tatsächlich nicht vollends nachzuvollziehen. Kendara hätte sich sehr gewünscht, das sie den Tag mit einer anderen Aussage hätte beenden können.
Im Anschluss an die Kämpfe hatte sich die zwergische Prinzessin Askima Sonneglut, die eine ihrer engsten Freundinnen war, bereit erklärt ihr Luftschiff über das Anwesen der Gesellschaft zu steuern, um den gefallenen Drachenkadaver von der Dachterrasse des Gebäudes zu bergen. Neben den legendären Taten dieses Tages war das eine mehr als spektakuläre Bergung gewesen. Man hatte sich geeinigt das die Angradds Faus den Drachen zunächst am Strand von Port Grim ablud, die nächsten Tage würden zeigen was mit dieser Trophäe passieren sollte. Sie hatte gehört der Sturmgeborene wollte den Drachen Prinzessin Askima als Ehrerbietung überlassen oder zumindest einen Teil.
Es wäre gut gewesen diesen Teil noch vor den Rat zu bringen, statt dessen tobten die Mitglieder des Inneren Rates, weil sie es vermieden hatte, die Gründer der Gesellschaft für Abenteuer und Erforschung Maracasars einzubestellen.
Jetzt würde Kendara Mesaidon nicht mehr anders können als genau dieses anzuordnen und genau das tat sie dann auch.

>>> Die Gestalt in den Schatten des Auditoriums nutzt den entstandenen Tumult und schob sich ungesehen durch ein Belüftungsfenster, zurück auf eine Nebengasse, die hinter dem Rathaus verlief. Immerhin, sie wusste jetzt was passiert war. Wer hätte auch ahnen können, dass der Angriff auf Port Grim so schnell kommt. Sie war völlig betrunken gewesen und erst aufgewacht als Teile ihrer Zimmerdecke weggerissen wurden und den Blick auf einen Drachen freigaben der regungslos und verschnürrt  unter einem Luftschiff hing. Schon beim nächsten Zwinkern ihrer müden Augen drehte das Luftschiff mit dem Drachenkadaver ab und bewegte sich schwebend aus ihrenm Sichtfeld. Sie meinte noch einen haufen zwergischer Frauen am oberen Rand des Loches zu sehen,die auf sie herab blickten.
Wer sollte ein solches Szenario bitte für real halten? Also hatte sie ich umgedreht und bis zum Mittag  weiter geschlafen. 


Sie hatte sich in die Sitzung des Inneren Rates geschlichen und mit angehört was dort besprochen wurde jetzt war es Zeit ihre Freunde zu informieren, also machte sich Aurelia
schnell auf den Rückweg zu Anwesen der Gesellschaft für Forschung und Abenteuer auf Maracasar.<<<