Versteht mich nicht falsch, ich möchte euch nicht belehren, aber ihr solltet etwas über das denken und Verhalten der Menschen des Meeres und der Küste wissen bevor wir die lange Reise in Richtung des Südmeeres antreten. Vor allem gilt das für die Kron oder Krondorier, jenen Menschenschlag der das Land Kron´Dor bewohnt und sich selbst als wahres Volk des Meeres sieht.An den rauen Küsten der Meere bringt man Fremden aus den inneren Ländern nur selten Respekt entgegen – und Sigmar euer höchster Gott gilt zwischen den Stürmen und Fluten der Meere nur wenig. Die meisten Kron und ich möchte hier wirklich niemanden beleidigen, halten Sigmar eher für einen schwächlichen Bauern, einen verweichlichten Landbewohner der sich in seiner Anmaßung und Selbstüberschätzung selbst zum Gott gekürt hat. Für die Menschen des Meeres ist Sigmar ein Symbol für die Verweichlichung und Korruption die allen Bewohnern der inneren Länder anhaftet. Man sagt, die Wurzeln dieser Aversion reichen bis in die dunkle Frühzeit zurück. Es ist eine Geschichte zur Warnung vor dem Zorn des unbarmherzigen Meeresgottes Laros und seinem Groll auf seine abtrünnig gewordenen Günstlinge.
Als das Meer noch jung war, lange vor den zwölf Stämmen aus denen Sigmar hervor ging, sah Laros, der höchste Gott unter den alten Göttern, mit Wohlwollen auf das Küstenvolk. Diesem seinem auserwählten Volk gab er die tiefen Wasser, alles, was darin schwamm, und die Länder ringsum. Viele Jahre lang zeigte sich das Volk dafür dankbar. Sie fischten im Meer, wohnten an den Küsten, wo es ihnen gefiel, und bekriegten jeden anderen Stamm, der es wagte, ihnen die Gefilde, die Laros ihnen zugesprochen hatte, streitig zu machen. Andere Völker, die sich erdreisteten, ihre Gewässer zu befahren, galten ihnen ebenfalls als Feinde. Das Volk der Küste gedieh und wurde kühn und stark, denn Laros Fluten nährten es. Ihr Dasein war rau und gefahrvoll, doch es machte ihre Knaben zu tapferen Männern und ihre Maiden zu furchtlosen Frauen in Hof und Haus oder an Deck. Das Volk verehrte Laros, und nur zu diesem höchsten und ältesten aller Götter sandten sie ihre Gebete, und nur mit seinem Namen fluchten sie. Und Laros war zufrieden mit seinem Volk.
Doch in seiner Großzügigkeit meinte Laros es zu gut mit seinen Auserwählten. Die harten Winter forderten nur geringen Tribut von ihnen, und die Stürme, die er sandte, waren nicht heftig genug, um ihre Schiffe ins Unglück zu stürzen. Folglich wuchs das Volk in seiner Zahl. Ihre Herden vermehrten sich. In diesen fetten Jahren starben die schwachen Kinder nicht, sondern wuchsen heran und blieben zu Hause und machten das Land urbar, um für das zahlreich gewordene Vieh und für andere Schwächlinge wie sie Nahrung zu schaffen. Aber diese landhungrigen Bauern priesen nicht etwa Laros für seine starken Winde und seine günstigen Strömungen, statt dessen verneigten sie sich vor Sumu, die hierzulande Churun genannt wird, der Urmutter all jener, die säen und pflanzen und das Vieh hüten. Also segnete Sumu ihre schwachen Anhänger mit reichen Ernten und machte deren Tiere fruchtbar. Laros war darüber keineswegs erfreut, doch er beachtete diese Abtrünnigen nicht, denn das kühne Meeresvolk mit seinen mutigen Seefahrern war ihm immer noch treu. Sie priesen ihn und fluchten bei seinem Namen, und um sie weiter abzuhärten, sandte er ihnen Stürme und kalte Winde.
Im Lauf der Zeit wurden Laros Getreue immer weniger. Das verweichlichte Landvolk verführte die Seefahrer und gebar ihnen Kinder, die nur dazu taugten, die Erde umzugraben. Und das Meeresvolk verließ die unwirtlichen Küsten und frostigen Weiden und zog nach Osten in das sonnenverwöhnte Land der Reben und Kornfelder. Jedes Jahr kehrten weniger und weniger zurück, um die Wellen zu pflügen und den Fisch zu ernten, den Laros ihnen geschenkt hatte. Immer seltener vernahm Laros seinen Namen von den Lippen seiner Auserwählten, sei es als Fluch oder Segensspruch. Bis schließlich ein Tag kam, da nur noch wenige übrig waren, die Laros Namen im Munde führten.
Das Volk des Meeres zu denen die meisten Männer und Frauen zur See und die Anwohner der Küsten gehören sind stolz darauf zu den Auserwählten zugehören die sich den Prüfungen des Meeresgottes stellen. Für viele von Ihnen zählt Sigmar nicht viel, für sie ist er ein Abkömmling jener schwachen Bauern das verweichlichte Land leben den harten Prüfungen ihres Gottes bevorzugten.
2 Kommentare:
Na klasse, ein weiterer Gott, dem Tributgebracht werden muss "grummel"
Ich bin mir nicht sicher ob sich Laros nicht eher mit Taten als mit Gold beschwichtigen lässt. ... Wenn ich gerade so an deine Taten denke ist Gold vielleicht doch die bessere Alternative.
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