Tagebuch, 15.2.
Wir entscheiden uns, auf dem Hochplateau zu übernachten. Aber der Schrei kommt immer näher. Joachim kann den Fluch brechen, der auf einigen von uns liegt.
Akbash sieht ein oger-großes Kreischmonster im Sturm. Wir ziehen uns lieber in das Haus zurück. Dann entdeckt er auf dem Gebäudeplan einen Geheimraum!
Im alten Schatzimmer der Zwerge entdecken wir ihr Claimbuch und ihre Goldschätze. Es wird immer klarer, dass wir Silas' Bruder finden müssen, und er ist nicht hier.
Um dem gefährlichen Abstieg zu entgehen, testen wir lieber Aurelias viel gefährlicheren Teleportations-Apparat. Außer Übelkeit und einem Riesenschreck kommen wir aber unbeschadet am Fuß der Klippe an.
Von hier folgen wir Schienen und merkwürdigen Spuren – als wäre jemand auf Stelzen gelaufen? Oder ein Rieseninsekt?
Als wir den Steinbruch erreichen, finden wir Silas' Bruder – oder das, zu dem er geworden ist. Ein Wesen aus Blut und Nebel, ein furchtbarer Geist, der uns zu ersticken droht.
Sigmar sei Dank sind unsere Kämpfer mit den Klingen aus der Runen-Schmiede inzwischen selbst solch widerwärtigen Wesenheiten gewachsen, aber das Ganze hinterlässt Spuren. Lamashtu, die Mutter der Monster, beschenkt uns mit ihrer Gunst! Dem armen Joachim wächst gar ein Horn aus der Stirn, während in mir die widerwärtigen Säfte, die früher mein Blut waren, in ekelhafte Wallung geraten. Ich kann es kaum in mir halten, so blubbert und wandert es in mir.
Wir bringen Teile des Blutes zurück in die Hütte, denn das ist alles, was von Silas' Bruder zurückblieb. Als wir sie wieder zusammenbringen, bricht ein metaphysischer Kampf um die Seelen der beiden aus, den ein furchtbarer Geist des Hungers nutzt, um den armen Joachim zu entführen? Es ist ein Kampf gegen die Urgewalten des Eises und des Hungers selbst. Und ich schäme mich, es zuzugeben, aber im Moment der größten Not, als alles verloren schien, nutzte ich die Gunst der Mutter, um nicht in Panik vor dem Wendigo von der Klippe zu springen.
Stattdessen ließ sie mich die Tragik dieses Kindes Lamashtus sehen, die ewige Pein, die der Wendigo in sich trägt. Und so war es denn eine Erlösung sowohl für das Monster als auch für die Seelen der beiden Zwerge, als Akbash ihn schlussendlich besiegen konnte.
Carmina war überwältigt von den Ereignissen und bat sich aus, erst einmal über diese Neuigkeiten nachdenken zu müssen. Allerdings vermachte sie der Gesellschaft aus Dank für die Erlösung ihrer Familie den Familiensitz.
Wer weiß, vielleicht wird dieses Gasthaus am Ende der Welt ja bald ein wichtiger Stützpunkt für Expeditionen nach Xin-Shallast?
Aber erstmal müssen wir dorthin finden – die verbleibenden Tagebücher der Boora-Brüder machen das zwar möglich, aber ein Spaziergang wird das nicht…




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