Port Grim Crimes - Wer hat dem Kerzenmacher das Licht ausgepustet?

Author: Nils /


Hartmut saß mit Juri und Korva im rostigen Drachen und erklärte der Seehexe, was in Port Grim seit der Abreise der Helden so abging. Das Südufer über dem neuen Hansehafen war umkämpftes Gebiet - die Hanse patrouiliierte, aber noch lange nicht alle ansässigen ließen es sich gefallen, von irgendwelchen Imperialen kontrolliert zu werden?

Die Seehexen des Gezeiten-Archipels (oft verwechselt mit dem Mahlstrom-Archipel, das die Gesellschaft vom Einfluss des Schreckens Kapitäns befreite) sahen in dem ganzen Sphärenbeben eher einen Plot Issandras und der Mutter der Monster - wenn nicht als Auslöser, so nutzten Issandras Töchter das Aufkommen von Veränderten und Tiermenschen auf jeden Fall. Um ihren Kult zu stärken. 

Mitten in diesem Gespräch trat ein junger. pickeliger Stadtwächter an ihren Tisch. “Ihr seid die neue Gesellschaft, richtig? Sheriff Wrack hat gesagt, ihr kümmert euch um die schlimmen Dinge!”

Hartmut war sich noch nicht so sicher, wieder die Geschäfte der Gesellschaft vertreten sollte, aber der Junge hatte offensichtlich Angst, also begleiteten sie ihn zu Kerzenmacher Malkin, bei dem die benannten “schlimmen Dinge” passiert sein sollten. Juri erklärte Hartmut nochmal, dass sie gerne für die Gesellschaft arbeiten würde - aber bestimmt nicht umsonst.


Die Malkins waren ermordet worden - und nicht einfach so. Beide waren erste vergiftet worden, dann waren dem Vater der Magen und der Tochter die Augen entfernt worden professionell. 

“Das hier ist eine Botschaft”, erklärte Korva.

“Oder jemand bereitet einen Fluch vor”, gab Juri zu bedenken. 

Wer auch immer es war, war zwar nicht dumm, aber kein Profi. Das Personal und die Nachbarn konnten keine Hinweise auf Feinde liefern, und auch in den Büchern oder der Werkstatt gab es zwar Interessantes über das blühende Geschäft der Malkins. Aber keine hervorstechenden Hinweise. Allerdings gab es Zeugen, die eine merkwürdige Lieferantin bemerkt hatten. Eine große, vermummte Frau hatte das Essen geliefert, das sonst der Metzgerjunge brachte. Und nicht nur das - diese Frau hatte die Schmiedin beim letzten Kampf des Brechers gesehen. Offensichtlich war sie nach seinem Sieg über die Klapperschlange auf die Bühne gesprungen und hatte ihn geküsst! 


Also wurde es Zeit, Metzger Sanders einen Besuch abzustatten. Ein alter Bekannter Hartmut, der bei ihm auch schon das eine oder andere Wildbret zur Verarbeitung gegeben hatte. Stolz prangte “Von Hase bis Drache - du bringst es, wir servieren es!” Über dem Eingang. Sanders war hilfsbereit, schließlich waren die Gesellschaft gute Kunden und Zulieferer zugleich. Er ließ Milo, den Lieferjungen antreten, der zerknirscht zugab, seine Lieferung an “das nette Mädel mit den grünen Augen” an die Metzgerin Annabel abgetreten zu haben. Sanders war verblüfft - Annabel war eine fähige Metzgerin. Aber hatte keine Freunde und lebte im Gürtel, den neuen Slums von Port Grim. Nicht zuletzt weil ihr Gesicht viele Leute verschreckte. 

 Deshalb konnte er schon gar nicht glauben, das der “Freund”, dessen Tod sie so mitgenommen hatte, der strahlende Brecher sein sollte. Der Brecher war das Aushängeschild der Hanse, blonde Haare. Seegrüne Augen, gebaut wie eine Fregatte. 

“Wieder grüne Augen”, murmelte Juri. “Ich glaube es wird Zeit, das wir uns für diese Kämpfe interessieren.”


Im rostigen Drachen wurden Korva und Juri auch fündig. Es gab viele Kampfenthusiasten, und schnell wurde klar - der Brecher war ebenfalls tot. Und die Kämpfe wurden organisiert von Knochenhammer, der rechten Hand des fetten Mannes. 

So führte die Suche ins Kraken und Rum - sowohl, um Kontakt mit der Knochenhammer aufzunehmen und eventuell etwas über die Unterkunft Annabels zu erfahren. 

Hier wurde klar, das der Brecher ermordet wurde. Geplant. Es gab einen Preis auf seinen Kopf, und die Meinung ging nur auseinander, Ob die Gesellschaft den Preis ausgesetzt oder den Auftrag ausgeführt hatte. Die Fehde zwischen Gesellschaft und Hanse war stadtbekannt, und nach dem Glockenabenteuer war ein Attentat auf den Preiskämpfer für viele der nächste logische Schritt . Das danach eine merkwürdige Gestalt nachts an seinem Grab geschrien hatte, passte auch ins Bild der verrückten Hexen und Magier, mit denen die Gesellschaft sich herum trieb.

Unter dem Vorwand, den berüchtigten T’Skrang Berserker in den Ring zu bringen, erfuhren die drei den derzeitigen Ort des Fetten Mannes Futtersack. Es wurde Zeit, mit der Knochenha

mmer zu reden.