Nachdem wir von Schwertwald abgereist waren, um den Verwicklungen mit der Kirche Lok'nars, den Rattenmenschen und unseren allgegenwärtigen Verfolgern zu entgehen, steuerten wir auf kürzestem Wege Reikhafen an. Reikhafen (oder so) ist einer der nördlichsten Handelsposten der Reikhandelsgesellschaft, einer Verbindung von Handelshäusern, die den Warenverkehr auf dem Reik in eisernem Griff hielten.
Leider hatten wir unsere Verfolger nicht abgeschüttelt. Heidrun und Mal untersuchten gerade einige Reiter, hinter uns, als unsre Kutsche von einem grausigen Zauberspruch attackiert wurde, der unsere Pferde und den Kutscher sofort dahinraffte und die gesamte Kutsche in den Graben beförderte. Nur durch pures Glück konnte ich mich selbst rechtzeitig vom Bock befördern.
Ich rappelte mich auf und war entsetzt – ob in den Trümmern überhaupt jemand überlebt hatte? Und um alles noch zu verschlimmern, kamen unsere Gegner, zwei der merkwürdigen mit Edelsteinen verzierten Attentäter den Weg hinunter auf mich zu. Zum Glück kamen Mal und Heidrun zurück galoppiert und zogen die Waffen, so das ich kurz Akbash aus den Trümmern helfen konnte.
Einer unserer Gegner, offensichtlich ein Hexer oder etwas ähnliches, begann merkwürdige Gesten zu vollführen, aber Heidrun brachte ihn mit einem gezielten Halsschuss zum Schweigen. Leider konnte ich Ihre Präzision nicht nachahmen, so das der Schuss meiner Pistole weit am zweiten Attentäter vorbei flog, während dieser mit 2 Schwertern auf mich zu stürmte. Sein erster Hieb durchbrach kurz darauf meine Verteidigung und mir war klar, das ich mich unmöglich einem geübten Schwertkämpfer im Nahkampf stellen konnte. Ich ließ mich also mit einem theatralischen Schrei zu Boden sinken, in der Hoffnung, das Akbash, Heidrun und die anderen inzwischen kampfbereit waren.
Der Mörder schüttelte einen von Mals Bolzen einfach ab, offensichtlich geschützt durch die Magie seiner Edelsteine, und selbst im Duell mit Heidrun und Akbash sah es nicht so aus, als würde er den kürzeren ziehen. In der verzweifelten Hoffnung, ihn abzulenken und so meinen Gefährten eine Vorteil zu verschaffen, schlug ich mit der Peitsche nach ihm, und es gelang mir tatsächlich, seine Arme an den Körper zu fesseln!
Umringt von Feinden und gefesselt ließ der Scherge seine Schwerter fallen. Leider erwies sich das ebenfalls als Finte, und als Heidrun ihn fesseln wollte, trat er sie so heftig gegen den Kopf, das sie bewusstlos zu Boden ging. Als wir ihn schließlich überwältigt hatten, widesetzte er sich jedem Verhör. Bei der Durchsuchung fiel uns ein Amulett an seinem Hals auf. Als wir es ihm abnahmen, um es näher zu prüfen, brach unser Gefangener tot zusammen! Welch furchtbare Hexerei war hier am Werke!
Wir beschlossen, so schnell wie möglich weiter zu ziehen, um ja keine weitere Nacht im Freien zu riskieren. Mittels der beiden übrigen Pferde und einiger Tragen schleppten wir uns bis Reikshafen.
Wir alle freuten uns darauf, endlich in Ruhe unsere Wunden lecken zu können, nachdem beim Angriff auf den Skaventurm gerade Aurelia und Heidrun noch einige alte Verwundungen aus zu kurieren hatten, ganz zu schweigen von dem neuen nach dem Überfall. Auch die Fürstin und Ihr Gefolge hatten genug.
Leider war das Schicksal uns schon zuvor gekommen...
Von Schwertwald nach Reikhafen
Author: Nils /
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